Haben die etwa keine Heiratsgenehmigung?
Hallo,
eine kleine Randnotiz aus Portugal. Wenn ich im Alentejo bin, habe ich
festgestellt, dass die mir bekannte Landbevölkerung dort seine Mitmenschen
nimmt wie sie sind, mit allen Stärken und Schwächen, sehr tolerant,
verständnisvoll, auch in sexueller und partnerschaftlicher Sicht
(Seitensprünge, sex. Vorlieben).Nun habe ich in einem Artikel in einer port. Zeitung
o
Publico gelesen, dass in Portugal 11,3% der Babys unehelich sind, im
Alentejo liegt der Anteil der Unehelichen aber bei 53% und in einer Stadt
im Alentejo (Mertola
Bild
vom Ort ) sogar bei 83%.
- und dies alles in einem Land, in dem fast alle katholisch sind.
Das ist in katholischen Gemeinden niemals ein Problem. Grund ist, man kann seine "Sünden" beichten, dann erhält man eine Absolution für ein paar Vaterunser, oder wenn es hochkommt, wird auch mal ein ganzer Rosenkranz als Buße aufgegeben, und alles ist wieder vergeben und vergessen.
Gleichzeitig ist die Familie wichtig.
War hierzulande in der frühen Neuzeit genauso. Grund war, dass einer in der Lage sein musste eine Familie zu unterhalten, um eine Heiratserlaubnis zu erhalten, ansonsten bestand die Gefahr, dass die Kinder der Gemeindekasse zur Last fielen.
Was dann natürlich bei beschränkten Kenntnissen über Geburtenkontrolle zu mehr unehelichen Geburten führte.
Bis vor wenigen Jahren war es in den katholischen Bereichen Bayerns (nicht ganz Bayern ist katholisch! Gerade in Schwaben und Franken gibt es viele mehrheitlich protestantische Gemeinden ==>Bauernkriege) üblich, dass der Pfarrer 3 Wochen vor der Hochzeit ein Heiratsaufgebot aushängte, damit eventuelle Einwände gegen die Ehe geltend gemacht werden konnten.
Spielt das bei den unehelichen Geburten in Portugal etwa auch eine Rolle?
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc