Kann man die Vertreibung aus Mitteldeutschland so stoppen?

Leser23, Freitag, 22.04.2016, 22:47 (vor 3582 Tagen)4656 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.04.2016, 16:14

Vertreibung aus Mitteldeutschland – und keiner bemerkt´s?

Dieser Tage sah ich aus dem Augenwinkel einen Bericht von mdr – „exakt“, der über eine demnächst komplett geschliffenes Wohngebiet, ich meine Suhl Nord berichtet.

Inhaltlich grob, handelt es sich um eine Neubaugebiet Plattenbau mit wirklich sehr schönen lichtdurchfluteten, sehr, sehr preiswerten und damit erschwinglichen Wohnungen mit jedem erdenklichen Komfort, Kindergarten, Schule, Einkaufen, alles fußläufig erreichbar inmitten herrlicher Grünanlagen, wovon praktisch 80% der Einwohner, der gegenwärtigen immer noch West-Besatzungszonen, insbesonders im ehemaligen römisch besetzten Gebiet also südlich des Limes, nur träumen können.

Gleichzeitig war es aufgrund der Durchmischung seiner Bewohner, Arbeiter. Angestellte, Lehrer, Ärzte, also höhere und niedrigere Einkommen direkt nebeneinander wohnend, derart strukturiert, daß es alles andere als ein Ghetto war, selbst wenn es die nichtswissenden, aber in diesem belang ausschweifend neunmalklugen muttersprachlich identischen ehemaligen Fremdlinge jenseits des 1989 niedergerissenen Zauns unisono gegenteilig behaupteten.

Auch hier haben sich die Einwohner, allein aufgrund ihres Wohnumfeldes, was wirklich um Äonen besser strukturiert war, als es im Westen je aufzufinden ist, für dumm verkaufen lassen.

Da ich den genauen Text des mdr nicht verfolgt habe, will ich keine falsche Zahl in dem Umlauf bringen, aber ich meine etwas von ca. 15.000 Einwohnern verstanden zu haben, und bitte hier um Korrektur, wer die genauen Zahlen kennt oder verstanden hat.

Allgemein sagt man ja, nun die ziehen einfach ihrer Arbeit hinterher, und man hat es ja stets so gemacht.

Tun die das wirklich oder gibt es einen staatlichen Zwang dahinter?

Dazu hab ich mir mal die Unterlagen des Arbeitsamtes kommen lassen und durchgelesen und finde dabei folgenden Passus:

Während des Bezuges von ALG 1, verpflichtete sich der Empfänger, (....) in einem Wort: „wegzuziehen“!

Weigert er sich, bekommt er kein Geld mehr!

Das Wegziehen wird natürlich mit blumigen Worten umschrieben, wie Angeboten aus X, Y, Z nachzugehen usw. usf.. Dem Hörensagen nach würde es sogar um Angeboten in ganz Europa gehen.

Suhl Nord ist kein Einzelfall, es ist ein flächendeckendes Phänomen.
Jede, aber auch jede Stadt der ehemaligen DDR hat Einwohner verloren und alle die das in Echtzeit miterlebt haben, wissen, daß zuerst die jungen Menschen zwischen 18 und 28 die Heimat verließen.

Da es sich hierbei um den Teil der Bevölkerung handelt, der die Kinder bekommt, verschwindet nicht nur die angesprochene Bevölkerung, sondern mit ihnen die ganze Zukunft des Landes.

Freilich kam hier dann auch noch der Hinweis, Refugees würden diesen Wohnungsabriss nicht eindämmen, es seien schlicht zu wenige!!

(Zwischenbemerkung: Da die letztgenannten ja in eine Asylverfahren gefangen sind, welches niemals zum Ziel führt, sind diese nicht für den Arbeitsmarkt vermittelbar, sichtig?

Ergo wird ihnen keiner niemals die Order des Wegziehens, wie es der vorher dort ansässigen nativen Bevölkerung aufgezwungen wurde, antragen, richtig?

Falls ich hier falsch liege, bitte um korrigierende Hinweise!

Daß der Bevölkerungs-Austausch damit protokolliert nicht erst „irgendwann“ stattfindet, sondern seit 1989 im vollem Gange ist, ist damit belegt und bewiesen!

Ebenso ist die Region, die man austauschtechnisch vorweg schickt, damit klar eingegrenzt!

Wie schwer ist es herauszufinden, daß die heutige NPD/AFD/Pegida Bewegung, wie vorher in vereinzelten Punkten sogar zuerst die dahingehend gescheiterte Linke Bewegung von 1989-2005, die sich als erkennbar einzige politisch mögliche „Volksabwehrmaßnahme“ versteht/verstand, die zwar in Gebieten im Westen ebenfalls erhebliche Zuwächse erzielt (dort vergleiche man mal die gebiete mit denen der Ex DDR und , oh Wunder, genau dieselben o.g. ~ Strukturen) in genau diesen „Vertreibungsgebieten“ den höchsten Zulauf generiert?

Wie schwer ist das?

Wie schwer ist es, 1 und 1 zusammenzuzählen?


Sind Suhl Nord, und die anderen betroffenen Ex-DDR Städte diese Entwicklung widerstandslos ausgeliefert?

Schauen wir mal, wer nicht weggeschickt wird:

Dazu können wir sogar auf RTL 2 Niveau die Berichte vor dort schauen.

Und was sehen wir?

Einzig Familien mit mehr als 2 Kindern, wird der Wegzug erspart, bzw. eher jenen als anderen – bzw. Menschen, die in der Versorgung ihrer Großelterngeneration pflegend eingebunden sind.

Welchen Ratschlag gilt es aus diesem Beobachtungen der heute jungen Generation, die in Suhl Nord schon nicht mehr das Licht der Welt erblicken durfte, mit auf den Weg zu geben?

a) schön Schule, lernen sich auf den Hosenboden setzen, Führerschein, Hausaufgaben, üben üben üben, Abitur oder Lehre immer artig und vorbildlich, um dann nach Wiesbaden, München, oder Düsseldorf, vielleicht sogar London vermittelt zu werden um dort in einer 1 Zimmer Wohnung für 50% des Einkommens inmitten einer Frauenwelt, die einen aus schlimmstenfalls Sachsen-Anhalt kommend nicht rankommen lässt, und aufgrund der sodann gewonnenen Erkenntnis über die Nicht-Finanzierbarkeit von Familien aussterben zu müssen (ich kenne derlei Schicksale zu Hauf, und es graust mich darum), oder

b) Schule schwänzen, mit den Gleichaltrigen abhängen sich bei Zeiten um Mädels kümmern und diese so schnell und intensiv wie möglich schwängern um damit seine Bindung an die Heimat und die Errungenschaften, die man erst schätzt, wenn sie weg sind, zu festigen – und damit im gewachsenen Umfeld verbleiben sich aus der Heimat einzig damit nicht vertreiben zu lassen?

Sind wir das unseren Vorfahren eigentlich nicht schuldig?

Man schaue nur mal nach links uns rechts, wie es die Pigmentierten zu tun pflegen, und ist es von der Hand zu weisen, daß sie damit einen bemerkenswerten Erfolg verbuchen?

Welcher Türke oder Libanese musste denn aufgrund der Arbeitsamtvorgaben aus Kreuzberg, Marxloh oder Bremerhaven jemals nach Wiesbaden ziehen?

Evolution ist der belegte Erfolg sich an die gegebenen natürlichen äußeren und praktisch nicht beeinflussbaren Umstände besser Anzupassen, als es die Nahrungskonkurrenten tun.

Der Wegzug aus Mitteldeutschland belegt für mich, daß die staatliche indoktrinierte Vertreibung der einheimischen Bevölkerung unter Vorwand des dem Arbeitsplatz nachziehen Müssens, als solche erst mal gar nicht erkannt und wahrgenommen wird, und daß man nicht bereit ist nach Schema b) zu Verfahren, da dies ja nicht der eigenen Kultur und dem eigenen Niveau entspricht!

Man strebt stets nach dem Bestmöglichen und man traut sich zu, dies auch zu erringen und viele beweisen auch, daß es für sie auf familiärer Ebene gelingt!

Tragischerweise kenne ich aber eben zu viele Beispiele des Nichtgelingens, wenn eine Beziehung kinderlos bleibt, weil man im Westen am neuen Arbeitsplatz nie die Zeit oder das Gefühl hatte, daß Planungssicherheit in diesem belang besteht.

Konkret sind stets beide Partner in guten Jobs untergekommen aber, wenn einer wegen der Kinder ausfällt, dann reicht das verbleibende eine Einkommen eben nicht mehr, die Wohnung allein ist schon weg, geschweige denn der aufgrund der desaströsen infrastrukturellen Planung im Westen unabänderlich erforderliche Zweitwagen. Vielmals ist man in Cliquen untergekommen, siehe die Großstädte, wo sich diese kinderlosen gegenseitig in ihrer Verzweiflung gefunden haben und sich damit trösten in ihrer Kinderlosigkeit nicht die einzigen zu sein – man sich also durch das erkennen, „Anderen geht es genauso“ mit der Lage resignierend abfindet!

Zwar weiß jeder, die Annehmlichkeiten wir 4x Urlaub im Jahr vorweg, kostspielige Hobbys Spiel, Spaß und Geselligkeit mit den kinderlos Gleichalternden zu schätzen, aber das Glück eigener Kinder bleibt ihnen verwehrt und sie hoffen, daß sie die Zeit, wenn das fehlen der Kinder besonders zum tragen kommt, in der Großelterngenerationsphase, es entweder nur im Reisemobil durch Europa verdrängen oder aber aufgrund Demenz es nicht mehr voll mitbekommen.

Leider kann die Jahre zurückliegende Entscheidung a), wenn man (bzw. Frau) 40 ist und merkt, der Zug ist abgefahren, nicht mehr rückgängig machen.

Sie alle wurde aber um Ihr Leben, im Sinne der Arterhaltung also dem natürlichsten Ziel von Leben auf Erden, wie es all ihre Vorfahren, trotz z.T. widrigster Umstände in einstürzenden Kellergewölben während über ihnen die Bomben die Häuser zerstörten vollbrachten, betrogen!

Sie haben die Kette, kommend von ihren 10.000den Vorfahren, hin zu ihren ansonsten 10.000 eigenen Nachkommen einfach zerreißen lassen und den Platz Dritten geräumt (siehe Marxloh), schlicht, weil sie die Zeichen der Zeit, den erforderlichen evolutionären Anpassungsprozess, wie es die Zugereisten unisono vormachen, zu vollziehen!

Suhl Nord, und damit praktisch das Gesamte gebiet der Ex DDR, wird ein Zeugnis des Versagens des deutschen Volkes an der eigenen Arterhaltung sein, wie es die vorherige Vertreibung aus den tatsächlichen Ostgebieten, Bessarabien, Galizien, Ukraine, Schlesien, Preußen (Ost/West) Pommern, Siebenbürgen, es nicht vermochte!

Es ist ein Versagen, da die oben aufgezählten Faktoren entweder nicht zusammengefügt werden, oder man aber nicht die richtigen Schlüsse daraus zieht oder man sich nicht traut, diese umzusetzen!

Meine Erkenntnis deshalb:

Im Einzelnen mag der gegenwärtige Weg durchaus erfolgversprechend sein, denn es gelingt durchaus auch vielen Menschen in der neuen Heimat eine Familie zu gründen!

Jede dieser Familien aber erkennt, daß spätestens bei der Partnerwahl der Kinder, es keine „Herkunftsgleichen“ mehr gibt – der Zusammenhalt, wie es alle aus der DDR oder auch alle Spätaussiedler hier noch praktizieren kennen und mir im Westen nur in stadtnahen dörflichen Strukturen bekannt ist, der Geschichte angehört.

Ein Volk kann sich nur aus sich selbst erhalten und wachsen und ist nur so kulturbildend!

Diese Kultur, das wird jeder zugeben müssen und einräumen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit ist den meisten wegziehenden unwiederbringlich verloren gegangen – und manche hatten Glück, daß als sie sich zur Umkehr nach 10 Jahren Fremde entschlossen, zu Hause noch nicht das passiert ist was Suhl Nord in 2017, wenn nichts passiert, bevorsteht!

Beruflich sehr erfolgreiche Menschen nach 25 Jahre Mallorca gingen wieder nach Hause – weil sie bemerkten, daß der berufliche Erfolg und die Sonneninsel ihnen doch nicht die verlorene Gemeinschaft, das Gleich sein unter Gleichen ersetzen konnte!

Somit ist meine Erkenntnis der gegenwärtigen Erfordernisse:

Sich, bis auf Weiteres, nach o.g. Plan b) zu verhalten!

(so schlecht das in der Vergangenheit gewesen wäre, so schlecht wird es in einer normalen Zukunft sein, aber gegenwärtig ist es aufgrund der gesellschaftlichen und produktionsspezifischen Umstände die bevorzugte Wahl.)

Die Menschen, die für unser Wohl morgen die politischen Rahmen schaffen wollen, müssen heute in unseren Fürsorgebereich hinein geboren werden.

Das deutsche Volk von morgen, sind ausschließlich unsere Kinder, niemand sonst!

Suhl Nord und damit praktisch alle derart traumatisch erdrückenden Städte Mitteldeutschlands, mahnen Sehende, Mitempfindende und vor allem Mitdenkende an, daß es so, wie seit 1989, keinesfalls weiter gehen kann!

Hört auf in die Schule (die eh kein Wissen sondern stringent aneinandergereihte Falschinformation, wie MSM verbreitet) zu gehen, schmeißt Eure Lehre hin und habt Kinder!

Die ganze Welt erkennt, daß wir eine soziale Hängematte für genau diesen Fall gespannt haben und wandern ausschließlich deshalb hier her, nur wir selbst sind zu dumm und in verkrusteten Denkmustern verhaftet, dies zu erkennen und uns gemäß evolutionärere Erfordernisse danach zu verhalten!

Die protokollierte gegenwärtige Vertreibung, den Verlust der Heimat und der eigenen völkischen Identität (siehe wie es Schlesiern, Sudetendeutschen usf. vorher genauso ergangen ist, die Trachten gegen T-Shirts tauschten) ja gar das eigene Aussterben zu beenden, geht nur so!


Edit:
"exakt"
http://www.mdr.de/exakt/abbruch-ost-100.html
ergänzend, gleiches Thema:
"echt"
http://www.mdr.de/tv/programm/sendung651182_date-2016-04-12_ipgctx-true_zc-0057d908.html

PS:
Dass (b) gegenwärtig nur sehr gering, weitgehend gar nicht stattfindet, ist ein Ergebnis der falschen Wertvorstellungen.
Ein Volk kann nur dann überleben, wenn es Belange des Volkes, über Belange der Individuen stellt und auch so vollzieht und lebt.
Individualismus und die abstoßend, ekelhafte Steigerung davon, Egoismus, ziehen eine Spur der Verwüstung hinter sich her, die Ungläubige in diesem Zusammenhang, sich demnächst per Busreise in Suhl Nord betrachten können!
Die seinerzeit höheren Geburtenzahlen der DDR fanden bei den wegen Arbeitsplatz Vertriebenen im sodann Westen Angekommenen keine Fortsetzung!


Edit 2:

Da kam mir grad noch die Bezeichnung VEB, die "Volkseigenen Betriebe" in den Sinn, und dieses Shirt, welches für alle in diesem Sinne bewußt Überlebende als Uniform zu verstehen wäre, was den obigen Text, wenn er denn stimmt, in einem Bild zusammenfasst:

[image]

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Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."


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