Buchempfehlung: Heinsohn - Söhne und Weltmacht: Terror im Aufstieg und Fall der Nationen
Liebe Mitleser,
ich will heute mal ein Buch vorstellen, das mich sprachlos gemacht hat. Es beschreibt unser aktuelles Problem der gewaltvollen Zuwanderung, wurde bereits 2003 von Gunnar Heinsohn geschrieben und hat für 2018 die heute allgegenwärtige Situation vorhergesagt... und begründet. Das Buch ist vergriffen und wird bei Amazon teilweise zu irren Preisen gehandelt.
Amazon: http://www.amazon.de/gp/product/3280060087/?tag=dasgelbeforum-21
Da ich gerne auf meinem Ebook-Reader lese, habe ich mir die Zeit für die Formatierung als .epub-Datei für Kindle und Co. genommen. Ich lese meine PM, liebe Mitleser.
Zum Buch: Dieses Buch wurde bekannt, weil es eine frappierend einleuchtende Erklärung für das Phänomen benennt, das schon Samuel Huntington in seinem "Clash of Civilisation" als "die blutigen Grenzen des Islam" bezeichnet: die Überproduktion von Bevölkerung, vor allem von Söhnen ist ein Bewegungsgesetz der Weltgeschichte und vor allem der Feuergrund von Krieg und Terror. Die Verachtfachtung der gesamtislamischen Weltbevölkerung von 150 auf 1.200 Millionen Menschen innerhalb des letzten Jahrhunderts bei gleichzeitger Rückständigkeit ihrer Muttergesellschaften schafft eine Perspektivlosigkeit, die grenzüberschreitende Gewalt geradezu zwangläufig hervorbringt.
"Weltmacht" im Verständnis des vorliegenden Buches aber "verlangt" nicht nur eine Bevölkerungsexplosion sondern zweitens auch den Übergang von einer "besitzbasierten" zu einer "eigentumsbasierten" Wirtschaftsordngung. Der europäische Kapitalismus hat seit den englischen Einhegungen und der Entstehung der italienischen Bankhäuser in der frühen Neuzeit zu einer eigentumsrechlich relevanten Belastung von Besitz geführt, d.h. Besitz wurde über Verschreibung, Verbriefung, Kreditierung zur Grundlage von "Eigentum" und damit zur Basis von Geldschöpfung und Investition, m. a. W.: das Eigentum "entspringt" aus dem Besitz und erlaubt auf dem Hintergund der bürgerlichen Rechtssicherheit (Max Weber lässt grüßen) Innovationen und Investitionen. Der Eigentümer muss aber aus seinen Erträgen notwendig einen "Zins" bedienen, woraus sich ein immer stringenterer Antrieb zu weiteren Investitionen (und Verschuldungen) ergibt. Die Gleichzeitigkeit von Bevölkerungsexplosion und eigentumsrechtlicher Nutzung weltweiter Besitztitel machte die weltgeschichtliche Bedeutung der europäischen Expansion aus, sie ist es auch, die die europäische Erschließung des Planeten von einem bloßen "Mongolensturm" unterscheidet.
Aus diesen beiden Prämissen von "youth bulge" und "Eigentumswirtschaft" ergeben sich für Heinsohn weitreichende Folgerungen für die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts. Der islamische Kulturkreis verfügt zwar über einen gewaltigen youth bulge, ist aber noch weit davon entfernt, seinen Bewohnern durch eine eigetumsrechliche Umformung seiner toten Besitztümer eine lebenswerte Pespektive zu verschaffen, d. h. er ist zu nichts weiter als zum Export entweder von Gewalt oder Unterqualifikation in der Lage.
Ich sage das nicht häufig, aber hier gilt: ABSOLUTER LESEBEFEHL.
Gruß,
Stefan