Rumänien - Existenzmöglichkeiten
Denke, dass das für manchen interessant sein könnte. Immer wieder bekomme ich Zuschriften direkt auf mein Mail, was Rumänien betrifft. Klar hängt das (auch) mit der Situation seit letztem Sommer zusammen, hat aber auch andere Gründe. Der Spruch "Wandere aus, solange es noch geht" kommt ja nicht von ungefähr.
Seit fast 13 Jahren lebe ich nun hier. Klar hatte ich meine Träume, meine Wunschvorstellungen, - viele davon sind mit den Lehmann-Brothers 2008 über den Bach gegangen. Das Leben beinhaltet zwar den Faktor "Arbeit", aber es besteht nicht nur daraus. Um einen Lebenswert für einen Ort, für eine Tätigkeit, für eine spezifische Konstellation festzustellen, dafür sind mehrere Parameter notwendig.
Nach wie vor behaupte ich nicht, dass wir hier im Paradies leben. Viele Dinge sind arg verbesserungswürdig, viele Dinge liegen nach wie vor im Argen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die sich mittlerweile von anderen mitteleuropäischen Staaten im positiven Sinne abheben.
Daher kommt es, dass ich mit meiner Entscheidung des Standortwechsels zufrieden bin. Wenn ich mir die Frage stelle, ob ich das heute auch wieder machen würde, dann muss ich zugeben: Ja, ich würde es wieder machen, - aber ich würde so manches anders machen.
Damit komme ich zum Punkt. Ich habe mein Schäfchen im Trockenen, - und ich freue mich auch über die diejenigen, die immer wieder neu in dieser Gegend aufkreuzen, um ihr Glück zu machen. Gibt es aber nicht. Es gibt hier kein Glück, aber es gibt den Erfolg bei klarem, durchdachtem Konzept und bei konsequenter Durchsetzung (letzteres bezeichnet man auch als "Arbeit"). Daher frage ich mich, warum ich nicht den Leuten, die sich für sowas ernsthaft interessieren, eine gewisse Hilfestellung anbiete.
Wenn sich also jemand dafür interessiert, was hier geht und was nicht, kann er mir gerne schreiben, - am besten direkt auf mein Mail, so wie es andere tun. Egal, ob es sich um Dienstleistungen, um Handel, oder um Landwirtschaft handelt, - die Möglichkeiten sind da. Aber nicht ins Blitzblaue, sondern gut überlegt.
Ein Beispiel: In einer Stadt mit ca. 50 T E wird eine Verkaufsrepräsentanz für Kleingeräte und Kleinmaschinen eines österreichischen Herstellers gesucht, die gleichzeitig auch den Service und die Reparaturen übernimmt (Gartenfräsen, Generatoren, Pumpen, etc.). Klar muss derjenige ein gut versierter Mechaniker sein, - aber hier wäre er konkurrenzlos, weil er der Einzige ist.
Ist nur ein Beispiel von vielen. Wie gesagt, - vieles ist hier nicht so , wie es sein soll, - aber das ist es in anderen Ländern, z.B. in Deutschland, schon lange nicht mehr. Wir haben hier leider einen Präsidenten, der schwach ist und sich kaum mit jemanden anlegt. Vielleicht will er unbedingt wiedergewählt werden, und das wird er auch, weil er keiner Partei auf die Zehen tritt. Aber wir haben auch keine Immigranten, die dem Staat auf der Tasche liegen. Die Immigranten, die hierherkommen, die bringen was. Und ich hoffe, dass es noch mehr werden. Insbesonders aus Deutschland und Österreich.
Je mehr sich aus dem Ausland hier ansiedeln und als Gewerbetreibende das Heft in die Hand nehmen, umso mehr bekommen die hier ansässigen ausländischen Wirtschaftsklubs Gewicht bei den Stadträten, bei den Landräten sowie beim Parlament. Umso mehr können "die" nicht mehr machen, was sie wollen, weil es einfach nicht mehr geht. Und genau dorthin soll der Stecken schwimmen. Wenn ich also mithelfe, dass noch mehr Leute hierher kommen, dann tue ich nur denen was Gutes , sondern ich mache auch einen Dienst an der Allgemeinheit.