Wir müssen die 3-6 Monate überbrücken.

modesto, Montag, 21.03.2016, 10:26 (vor 3615 Tagen) @ nereus3761 Views

Guten Morgen,

vorweg:
Ich wollt, ich wär ein Millionär..
Denn der Gedanke daran, wie es Jürgen geht und dass er sich in dieser Situation, die sich ja nicht bessert, auch noch mit der finanziellen Sorge herumschlagen muss, macht uns beiden hier jeden Tag zu schaffen.

Der von mir überwiesene Betrag ist für mich mit meiner Mickerrente machbar, aber es ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Von daher finde ich es erstmal gut, dass Jürgen oben angepinnt hat, wo wir stehen. Aber es geht nicht vorwärts.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass manche gut gemeinte Vorschläge nicht einfach umzusetzen sind, wenn sie auch am Ende vielleicht eine Lösung bieten würden.
Jürgen kann nicht einfach mal sich diverse Strukturen ansehen, sich ins Auto setzen und von Pflegeheim zum Pflegeheim fahren, um sich vor Ort umzuschauen.
Ich stelle mir Reisen sehr, sehr schwierig vor in seiner Situation.
Vom Bett aus Hochglanzprospekte anschauen ist nicht dasselbe.

Wie man es anpacken kann, eine gewisse Summe für einen gewissen Zeitraum zu koordinieren, weiß ich nicht - aber genau das bräuchte es ja. Sicherheit.

Genau das müssten wir irgendwie organisieren, so dass Jürgen eine Sicherheit hat und auch wir die Gewissheit - Ja, es klappt, wir überbrücken die Zeit zusammen.

Den Gedanken: "Ja, das Gelbe ist es mir wert." sollten wir mal beiseite lassen. Hier geht es um Menschlichkeit.

Wer sich mal 5 Minuten hinsetzt und versucht, sich vorzustellen, ob er die Kraft hätte, so eingeschränkt zu leben wie Jürgen, der wird zu dem Ergebnis kommen, dass er vom Leben privilegiert wurde.
Meine Herzdame saß nach einer Verletzung nur 2 Monate im Rollstuhl und konnte dabei alles außer einem Bein bewegen - sie litt sehr - und das ist NICHTS gegen das, was Jürgen jeden Tag bewältigt.

Ich leide selber unter starken Einschränkungen und Dauerschmerzen - und doch ist das NICHTS gegen die tägliche Kraft, die Jürgen aufwendet.

Vielleicht gibt es unter den Foristen oder Lesern jemanden, der sehr gut situiert ist und mal Mist gebaut hat, der könnte durch konkrete Hilfe Abbitte leisten und einem anderen Menschen helfen.
Nicht alle müssen so rechnen wie ich und viele andere, manchen würde es leicht fallen, hier tätig zu werden.

Oft sieht man in den sozialen Netzwerken vorgestellte Schicksale, verbunden mit einem Spendenaufruf und da kommt richtig viel zusammen.
Ob das im Sinne Jürgens wäre weiß ich nicht.
Doch vielleicht kann man so etwas bewegen?

Es will mir nicht in den Kopf, dass wir es nicht schaffen, eine wirklich begrenzte Zeit zu überbrücken, damit Jürgen sich nicht neben all seinen Sorgen auch noch die Angst antun muss, sich auf einmal ohne Hilfe zu sehen.

Meine Bitte daher an die, welche mehr als genug haben - bitte helft.
Abgesehen davon, dass Ihr einem Menschen Gutes tut, der nicht viel Freude hat im Leben - es wird auch Euch ein gutes Gefühl geben und wäre ein Ausdruck von Dankbarkeit dem Schicksal gegenüber, dass man selber einen Körper hat, der funktioniert.

Nicht oft bekommt man die Chance, konkret Gutes zu tun.

Euch allen einen guten Tag wünscht
modesto


edit: Tippfehler


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