Steuersenkung als "Konjunkturprogramm"?

Schlaumayr, Freitag, 11.03.2016, 07:32 (vor 3625 Tagen) @ FOX-NEWS4425 Views

Faktisch kann also eine Erhöhung der Liquidität in der Volkswirtschaft
auf Nachfragerseite nur noch durch Lohnsteigerungen geschehen d.h.

befindet

sich außerhalb des Steuerungsbereiches von Zentralbank und Politik.


Sie könnte Konjunkturprogramme fahren, bis Löhne und Preise steigen,
weil die Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann ...

Der Zusammenhang zwischen Konjunkturprogramm und Lohnsteigerung erschließt sich mir gerade nicht. Das einzige "Konjunkturprogramm" zur Nachfragesteigerung, das im direkten Einflussbereich der Politik liegt, also nicht erst wieder vom Wohlwollen der Arbeitgeber abhängt, sind Steuersenkungen im Progressionsbereich. Dies kann allerdings wieder dazu führen, dass Arbeitgeber bei den nächsten Lohnrunden auf weitere Lohnsteigerungen verzichten, da die Arbeitnehmer ja schon über mehr Geld im Portemonnaie verfügen. Spätestens, wenn die Steuer dann auf "null" gesenkt wäre, wäre auch dieses Mittel tot.

Apropos "Steuerprogression": Hier lohnt sich zum Vergleich einmal ein Blick auf die Besteuerungssystematik in Kanada und den USA. Dort werden in einem Stufensystem unabhängig vom Gesamteinkommen die jeweiligen Einkommensanteile innerhalb der Stufen mit demselben Steuersatz besteuert, so dass nur für den jeweils darüberliegenden Einkommensanteil höhere Steuern fällig werden.

Es bleibt dabei: die "alten" geldpolitischen Instrumente sind systembedingt außer Kraft gesetzt und funktionieren nicht mehr.


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