Ängste aus dem 19. Jahrhundert (wie damals die Furcht vor Absinth)
Hallo,
Kiffen macht gleichgültig, verändert das Wesen der Konsumenten und
Sprichst du aus Erfahrung, oder sind das nur Annahmen oder Berichte aus zweiter Hand von Drogengegnern?
Alkohol macht auch gleichgültig, zerstört Gehirnzellen und ändert das Wesen der Konsumenten. Online-Pornos ändern auch das Wesen von Konsumenten. Und Facebook auch. Sie verändern dadurch ganze Gesellschaften. Handys auch
Und das Internet erst! - Rückenschäden, Armschäden, Online-Sucht, niemand wird mehr zur Arbeit gehen (Befürchtungen um 1995 herum)! Und Masturbation - macht das Rückenmark kaputt (Warnungen um 1900)!
Wann überwinden wir endlich diese Schauermärchen?
solche Leute können irgendwann nicht mehr vernünftig am Leben teilhaben.
Aha. Was verstehst du unter "vernünftig"? - Das heißt, die zukünftigen Kiffer wollen vielleicht zukünftig nicht mehr am Fließband stehen, sich nicht mehr ausbeuten lassen sondern vielleicht lieber Maler, Bildhauer oder Musiker werden?
Zu Drogen und Rauschmitteln greift man i.d.R. nur, wenn es anderweitig Probleme gibt, denen man entfliehen möchte. Hier wird ständig Ursache und Wirkung verwechselt.
Das ist selbstverständlich auch ein Aspekt des Alkoholkonsums und fast
aller Drogen.
Ja, auch z.B. des Konsumrausches. Ich kenne viele, deren Wesen durch H&M, Zalando und amazon verändert wurde. Oder hat es vielleicht damit zu tun, daß man sich durch Suchtmittel von anderen, unangenehmeren Dingen ablenken muß? - Das sind dann allerdings gesellschaftliche oder soziale Probleme, an deren Änderung man arbeiten muß. Nicht am Verbot von Rauschmitteln. Ursache und Wirkung!
Wenn etwas frei verfügbar ist, dann wird es auch von einer gewissen
Anzahl von geneigten Konsumenten probiert.
Ja, probiert, schmeckt nicht, ist legal, interessiert mich nicht. Tabakkonsum ist z.B. stark rückläufig, trotz ständiger Verfügbarkeit. Kein normaler junger Mensch raucht mehr. Das machen die meisten aus Gruppenzwang oder Gewohnheit (Vater+Mutter Raucher etc.).
Viele greifen zu Drogen, weil es den Kick des Verbotenen gibt. Deswegen macht man auch illegale Autorennen um körpereigene Drogen auszuschütten, oder Abfahrten im Gebirge auf der schwarzen Piste. Alles Drogen, produziert von deinem Gehirn. Wäre das alles legal, würde es kaum jemanden interssieren. Die Neugier (Verboten = muß interessant sein) ist eine starke Triebfeder bei Jugendlichen.
Brauchen wir noch mehr Menschen, die nicht mehr wirklich Herr ihrer Sinne
sind?
Wenn ich nach draußen sehe: Wir brauchen mehr Menschen die mal öfters Kiffen und nicht ständig für andere im Hamsterrad strampeln. Wenn ich nach draußen sehe, sehe ich 99% der Menschen nicht Herr ihrer Sinne sein. Ganz ohne Cannabis und externe Drogen.
Es ist klar, daß viele Machtinteressen auf dem Spiel stehen. Man will weder aufgeklärte noch weise Menschen haben. Die lassen sich nämlich nicht so leicht beherrschen und für dumm verkaufen. Die Kirche hat das Spiel perfekt beherrscht. Aber langsam aber sicher bekommt dieses marode Fundament Risse.
Grüße,
Prophet
(Nichtraucher, Nichtkiffer, Nichtalkoholtrinker, Öko-Apostel und Gesundheitsfanatiker der sich für die Legalisierung von Rauschmitteln ausspricht
)
Ich kenne viele Kiffer aus der Schulzeit (auch Koma-Trinker), die alle "was geworden sind". Nicht einer von denen war jemals arbeitslos oder mußte staatliche Fürsorge in Anspruch nehmen. Ich nehme sogar an, daß sie weit über dem Durchschnitt liegendes Einkommen haben/hatten.