Flüchtlinge und Vertriebene wurden damals ausgenutzt

Dieter, Montag, 22.02.2016, 14:46 (vor 3641 Tagen) @ ottoasta3495 Views
bearbeitet von Dieter, Montag, 22.02.2016, 14:51

Hallo,

ergänzend aus den Erinnerungen meiner Eltern (Kleinbauern) bzw. z.T. noch aus eigener Erfahrung möchte ich betonen, daß es damals keinesfalls eine Willkommenskultur gab, obwohl man die gleiche Sprache sprach, eine ähnliche Sozialisation durchlaufen hatte, ähnlichen Bildungsstand hatte, usw. usw.

Es war anders: Die ortsansässige Bevölkerung war mit wenigen Ausnahmen der Überzeugung, daß die Vertriebenen und Flüchtlinge Eindringlinge sind, und da es so viele waren, man deren Arbeitskraft auch fast zu jeden Bedingungen bekam. Sie hatten eh keine Wahl. Staatliche Hilfen gab es ohnehin nicht, natürlich für alle nicht.

- und ja, die Ost-Vertriebenen und Ost-Flüchtlinge hatten gegen Ende des Krieges die Wahl zwischen Ermordung, Deportation oder abzuhauen - aber immer der Überzeugung, daß sie zurückkönnen.
In unserer Familie führte die Entscheidung mancher Familienmitglieder nicht abzuhauen zu desen Ermordung. Insofern waren die in West- und Mitteldeutschland angekommenen dankbar trotz der entgegenkommenden offenen Feindschaft der hiesigen Bevölkerung (mit wenigen Ausnahmen).

Das nur mal so als Vergleich zu heute und Migranten aus anderen Welten, vor allem Musel-Welten und ganz anderer soz. Strukturen.

Selbst ich bekam noch in den 70/80ern zu hören, daß ich (sinngemäß) ein minderwertiger Flüchtlingsjunge bin. (Ostwestfalen)
- und ich kann mir richtig gut vorstellen, wie es die Russlanddeutschen getroffen hat, als sie hier ankamen,zwar schon mit staatl. Leistungen gefüttert, aber die Ablehnung der hiesigen Bevölkerung war ihnen sicher.

Gruß Dieter


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