Asiatische Philosophie
Wo wollen die Chinesen und Japaner mit Anwendung dieser Technik wissen,
was die Welt im Innersten zusammenhält, um mittels dieses Wissens zu
werden wie Gott?
Das muss man als zusammengehörig begreifen: Auf der einen Seite der
unbedingte Wille, zu werden wie Gott, um ihn zu töten, auf der anderen
Seite das Grauen vor eben diesem Willen.
In China und Japan gibt es nur wenige religiöse Menschen. Wichtiger sind die Angst vor den Toten und die Sorge um das eigene Ansehen.
Es gibt (vereinfacht) folgende philosophische Strömungen in China:
- Buddhismus: (Freiwillige) Umverteilung und Verzicht sind gut (Ähnlichkeit mit Christentum)
- Konfuzianismus: Regierungstätigkeit ist höchste Form der Nächstenliebe
- Taoismus: Die "Natur" setzt sich gegen den Menschen durch (eine Mischung aus Libertarismus und Ökologismus)
- Legalismus: Der Mensch ist böse und muss vom Staat kontrolliert werden
Die Kommunistische Partei folgt derzeit einer konfuzianischen Ideologie: je mehr Staat und Technik, desto besser für das Volk. Es gibt keine organisierte Kirche oder Opposition, Proteste sind am Einzelfall orientiert - gegen eine Fabrik in Hangzhou, aber nicht gegen die Technik selbst.
Technik dient zur Steigerung des Prestiges ("Wir können Roboter bauen") und langfristig auch zur Minimierung der zwischenmenschlichen Konflikte ("Ein Roboter beschwert sich nie"). Großprojekte wie der Drei-Schluchten-Staudamm oder die Tibet-Bahn werden trotz Protest gebaut.
Nichts davon kann ich in Japan und China erkennen.
Ich nehme Russland bewusst aus, erstens weiß ich zu wenig davon, und
zweitens tritt imho Russland das Erbe und die Vollendung der faustischen
Kultur an.
Russland entwickelt ein Gesamtkonzept zur Weltherrschaft - mit 50% Akademikerquote kann man gut philosophieren.