Nichts umwerfend Neues, denn ...

Vanitas, Samstag, 13.02.2016, 23:43 (vor 3651 Tagen) @ Monterone4126 Views

Christophe Buffin de Chosal (Historiker und Universitätsdozent) gibt die
Antwort: Weil Demokratie nur ein Mittel ist, dem großen Geld zur Macht zu
verhelfen, das Volk seit 1789 abseits gehalten wird,und Wahlen auf einen
großen Betrug hinauslaufen.

... schon der große "Cyclo-Historiker" Oswald Spengler hat bekanntlich verkürzt konstatiert:

"Die Demokratie ist die politische Waffe der Hochfinanz"

Langform hier:

"Aber ebenso titanisch ist nun der Ansturm des Geldes auf diese geistige Macht (*gemeint ist hier die Technik). Auch die Industrie ist noch erdverbunden wie das Bauerntum. Sie hat ihren Standort und ihre dem Boden entströmenden Quellen der Stoffe. Nur die Hochfinanz ist ganz frei, ganz ungreifbar. Die Banken und damit die Börsen haben sich seit 1789 am Kreditbedürfnis der ins Ungeheure wachsenden Industrie zur eigenen Macht entwickelt und sie wollen, wie das Geld in allen Zivilisationen, die einzige Macht sein.
..........
Die Heraufkunft des Cäsarismus bricht die Diktatur des Geldes und ihrer politischen Waffe, der Demokratie. Nach einem langen Triumph der weltstädtischen Wirtschaft und ihrer Interessen über die politische Gestaltungskraft erweist sich die politische Seite des Lebens doch als stärker. Das Schwert siegt über das Geld, der Herrenwille unterwirft sich wieder den Willen zur Beute. Nennt man jene Mächte des Geldes Kapitalismus, und Sozialismus den Willen, über alle Klasseninteressen hinaus eine mächtige, politisch-wirtschaftliche Ordnung ins Leben zu rufen, ein System der vornehmen Sorge und Pflicht, die das Ganze für den Entscheidungskampf der Geschichte in fester Form hält, so ist das zugleich ein Ringen zwischen Geld und Recht. Die privaten Mächte der Wirtschaft wollen freie Bahn für die Eroberung großer Vermögen. Keine Gesetzgebung soll ihnen im Wege stehen. Sie wollen die Gesetze machen, in ihrem Interesse, und sie bedienen sich dazu ihres selbstgeschaffenen Werkzeugs, der Demokratie, der bezahlten Partei. Das Recht bedarf, um diesen Ansturm abzuwehren, einer vornehmen Tradition, des Ehrgeizes starker Geschlechter, der nicht im Anhäufen von Reichtümern sondern in den Aufgaben echten Herrschertums jenseits aller Geldvorteile Befriedigung findet. Eine Macht lässt sich nur durch eine andere stürzen, nicht durch ein Prinzip, und es gibt dem Geld gegenüber keine andere. Das Geld wird nur vom Blut überwältigt und aufgehoben."

aus Oswald Spengler: "Untergang des Abendlandes" Seite 1193-1194


Dass das Volk bewusst abseits gehalten wird und Wahlen ein Betrug sind, da alle Kandidaten der Geldmacht hörig sind bzw. im Amt dann sein müssen, ergibt sich zwangsläufig. Nun ist zwar das Geld als solches virtuell (die bunten Scheinchen gauckeln ja nur realen Wert vor!), die Geldmacht aber garantiert nicht. Die ist ganz real in Menschengestalt am großen Werke.
Und damit kommen wir zur spannenden Frage: Wer regiert nun das Geld???

Hat Christophe Buffin de Chosal darauf auch eine Antwort gegeben?
Wahrscheinlich ebenso wenig wie Oswald Spengler, obwohl selbst mir höchst unbedeutendem DGF-Foristen einige mehr wie starke Indizien dazu einfallen ...[[zwinker]]

Gruß Vanitas


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