Mehrheit ist immer für Geschenke, wenn man sie richtig fragt

Blum, D, Freitag, 12.02.2016, 14:38 (vor 3649 Tagen) @ LLF2046 Views

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines
Grundeinkommens:
http://yougov.de/news/2016/02/11/mehrheit-halt-bedingungsloses-grundeinkommen-grund/

Ca. 40-60 % des BSP in Europa dürften aus Umverteilungseinkommen bestehen. Damit sind viele Menschen von wirtschaftlichen Zusammenhängen völlig entkoppelt. Ihre Bildung und ihr Alltagswissen erhalten sie vorwiegend von staatsfinanzierten Institutionen. Das prägt.

Ob man fragt, "wollt Ihr eine Umgehungsstrasse?" oder "wollt Ihr kostenlose Kitaplätze?", fast immer wird die Antwort bei der Mehrheit lauten: "Ja, natürlich." So ist es auch beim BGE. Nur dass da manche sagen, warum sollte ich, der schuftet, den anderen eine freie Zeit und Wohlstand abgeben? Es ist halt so, immer weniger schuften sinnerfüllt, immer mehr fragen sich, wozu sie sich ausbeuten (ggf. auch lassen) sollten. Deshalb ist BGE nicht mit 99% Zustimmung unterwegs. Die Steigerung kommt, weil sich eben mehr Leute sowieso abgehängt fühlen als früher, chancenlos. Und eben, s. o. weil Bildung (vor allem im Hinblick auf Zusammenhangswissen) im Durchschnitt abnimmt.

Würde tatsächlich alles abgeschafft, was bisher beantragt werden muss, geprüft und dann ggf. gnädig "gewährt", dann könnte das BGE eine Chance zu weniger Staat sein. Doch wer glaubt, dass die Institutionen sich selbst aufgäben?

Dass alles erwirtschaftete Vermögen durch Vorfinanzierung entsteht und Schulden (zumindest von Normalbürgern) bezahlt werden müssen, ist ein Knackpunkt, der vor dem Verteilen kommt. Wenn BGE heute käme, wäre es einfach nur "Helikopter"-Geld, das die Schuldenlast erhöht und den Menschen gäbe, was es ihnen auf der anderen, dunklen Seite der Macht, natürlich entzieht.

Weniger Staat, wie geht das? 20 % oder gar konsequent libertär, 0% ?
Sicher nicht mit BGE, außer es kommt vorher GO.

Wer in der jetzigen Gemengelage BGE fordert, wird den Staat weiter aufblähen, die Freiheit weiter senken, die Schulden weiter treiben.

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It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)


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