Ich bin zwar nicht Elli
aber mein schwärzestes Szenario sieht folgendermaßen aus:
Beginnend in Italien kommt es zu neuerlichen (quasi) Bankenpleiten, auch die DeuBa ist betroffen. Staatspleiten folgen kurz darauf, zu allererst Griechenland. Aufgrund der Staatspleiten und des damit einhergehenden staatlichen Kontrollverlusts, werden sich die Flüchtlingsströme nochmals stark erhöhen (die Grenzen sind dann erst recht nicht schützbar), denn Europa ist natürlich immer noch im Vgl. ein lebenswerterer Ort als die globalen Kriegs - und Elendshotspots. Die dringendste Sorge des alteingesessenen Deutschen bzw. Europäers wird nicht sein Wertpapierdepot sein, sondern seine körperliche Unversehrtheit. Außerdem wird der Europäer sein Geld ohnehin nicht in Sicherheit bringen können, da er entweder am Aktienmarkt seinen Bail-In erfährt oder wenn seine Bank abgewickelt wird. Die Flucht ins Bargeld wird ihm durch simple Verbote versperrt sein.
Genau deshalb glaube ich, dass es nicht so kommen wird.
Die Eliten in Politik und Wirtschaft haben die letzten Jahre eindrucksvoll bewiesen, dass ihnen Recht, Gesetz und abgeschlossene Verträge herzlich egal sind, wenn es um ihr eigenes Überleben geht. Es wird also mit Sicherheit niemand Pleite gehen, wozu auch? Übergeordnet hat sich die Bevölkerung Europas in 2 Jahren alleine durch Flüchtlingszuzug um 2-3 mio erhöht. In Deutschland wurde schon die heilige schwarze Null geopfert, um die neuen Schäfchen zu versorgen und zu "integrieren". 2016 wird dadurch nur in Deutschland ein Konjunkturpaket von ~50 Mrd. anlaufen. Außerdem sind die Grenzen nach wie vor offen und werden ohnehin nie völlig geschlossen. 2016 wird mit Sicherheit nochmals eine Million hinzukommen.
Die Sanktionen gegen Iran wurden aufgehoben, das Land hat einen riesigen Investitionsstau und muss dringend seinen alten Ramsch vom Schwarzmarkt aus Zeiten des Embargos erneuern. Das wird es insbesondere in Deutschland tun - evtl. erinnert sich noch jemand an die stuxnet Geschichte, Iran setzt Siemens Hardware ein. Iran hat außerdem bekannt gegeben, sein Öl in Euro zu verkaufen. Offenkundigerweise tun sie das, weil sie planen die Einnahmen im Euroraum (vornehmlich Deutschland) ausgeben zu wollen und sich daher die Umtauschkosten sparen.
Die Russland Sanktionen werden Mitte des Jahres auslaufen, sobald Putin an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Er wird das zwangsläufig tun müssen, da Russland ansonsten im September Pleite ist. Horst Seehofer hat schon für die süddeutsche Exportwirtschaft einen Fuß für diese Zeit in die Türe gestellt.
Die Versicherungswirtschaft hat angekündigt ihre Aktienquoten hochzufahren. Was sollen sie angesichts des Rentenmarkts auch tun. Die Allianz plant in den nächsten Jahren von 5% auf 30% bei der Aktienquote zu gehen. Allein die Allianz verwaltet 230 Mrd €.
Zu guter Letzt sucht auch das Geld aus Übersee lukrative Anlagemöglichkeiten. Draghi hatte schon im Dezember angekündigt, dass sich die großen Zentralbanken geldpolitisch noch lange Zeit getrennte Pfade beschreiten werden.
Das ist natürlich alles keine Garantie, aber das negative Szenario wäre so katastrophal, dass man dann ohnehin nicht ungeschoren davonkommt. Geld auf dem Konto liegen lassen wird durch einen Bail-In Marke Zypern bestraft werden. Bargeld wird in Massen zu unhandlich sein, weil man keine größere Anschaffungen damit mehr tätigen können wird - mal vom Risiko soviel Geld zu Hause zu lagern mit lauter Invasoren drumherum
, abgesehen.