Harte Worte
Hallo Monterone,
ich sehe wenig Sinn darin, hier neue Gräben aufzureißen und zu diskutieren, welche Gruppe denn nun verkommener ist.
Hätte Ostdeutschland unter amerikanischer Besatzung gestanden, hätte es den gleichen Weg genommen, da mache ich mir nichts vor.
Und wer nach der "Wende" (s)eine Chance sah, unehrenhaft Geld aufzureißen und dem Konsum zu frönen, der tat es.
Wenn man alles und jedes daran bemißt, ob man davon profitieren kann, es
gut für die Wirtschaft ist, und ja jeder genauso handeln würde wie Soros,
Ackermann, Nonnenmacher oder Middelhoff, hätte er denn die Gelegenheit
dazu, wird sich das früher oder später in der einen oder anderen Form
rächen.
Das sind die Argumente der Machtlosen. Ich habe wenige Illusionen, wieviele Leute tatsächlich charakterfest wären, hätten sie denn nur die Chance, sich zu Lasten anderer ein bequemes Leben zu finanzieren.
Meine Aussage bezüglich der Ossis zielte dahin, dass es vielfach erlebte und erlittene Realität war, dass ausnahmslos alle politischen Versprechungen gebrochen wurden. Die blühenden Landschaften gab es nur in den Nachrichten.
Dass z.B. Ostmark 1/2 in DM umgetascht wurden bei gleichzeitigem Preisanstieg, kurz danach die Euroeinführung mit weiterem Kaufkraftverlust, immer mehr Arbeit bei stagnierendem Lohn usw. - all dies hinterließ tiefe Spuren in der ostdeutschen Seele und ein noch tieferes Misstrauen gegenüber allen Regierungen.
Beste Grüße,
Positiv.