Meine Haltung dazu
Ich hatte etwas mehr erhofft, vermute aber, dass Religion für viele ein rotes Tuch ist.
Aus meiner Sicht ist dieses Zitat richtig und falsch, je nachdem wie man das definiert.
Richtig ist, dass der Glaube an Gott im Sinne einer Verantwortlichkeit, der man weder im Leben noch im Tod entkommt, zu einem verantwortlicherem Handeln führt. Wenn man weiß, dass man gerichtet wird (das ist die Instanz Gott), überlegt man sich besser, ob man und wie man etwas tut. Das ist m.E. ein Impuls, der zu moralisch besserem Handeln führt.
Wenn aber der Gott zu einem Befehlshaber wird, der Unmenschlichkeit befiehlt, wie dies im Islam usw. besteht, wird das zum Gegenteil. Noch schlimmer ist es, und das ist das heutige Moment, wenn der Gott Geld/Macht heißt und dieser Gott das Handeln bestimmt. Wenn also der eigentliche Gott durch eine Art "Götze" ersetzt wird, dem die Menschen dienen. Dies ist aber in gewisser Form wiederum eine Art der Gottlosigkeit, weil man Gott durch einen "Götzen" ersetzt hat.
Daher ist diese Pauschalisierung dieses Zitats nicht ausreichend, sondern "gottlos" sollte ersetzt werden durch: "ohne Achtung der ewigen Verantwortlichkeit unseres Handelns gegenüber Gott", "ohne Barmherzigkeit gegenüber anderen infolge der Selbstvergötterung bzw. Vergötterung falscher Götzen/Ideen/Ideale".
Ich denke, wenn man handelte in der Einstellung, von "Gott" in eine Aufgabe/Funktion gestellt zu sein, in dieser so zu handeln, für andere und das Gemeinwohl das Beste zu erreichen, wissend, dass man für vorsätzliche Fehler sich verantworten muss, wäre man wohl in der vernünftigsten Haltung. Diese Haltung wäre unabhängig der Religion und wäre evtl. auch Atheisten vermittelbar.