Wahnsinn

Falkenauge, Mittwoch, 20.01.2016, 13:31 (vor 3670 Tagen) @ lowkatmai2617 Views

Als Immobilien-Beispiel München:

Von einem Freund vorgestern (18.01.2016) protokolliert/verkauft:

2 Zimmer Eigentumswohnung zwischen Sendlinger-Tor-Platz und
Theresienwiese
Baujahr 1973, Modernisierung 1984 bzw. 1997
54,63 qm
verkauft zu € 275.000,00

über 5.000,00€/qm, für eine über 40 Jahre alte Wohnung, letzte
Renovierung fast 20 Jahre her > Wahnsinn!

Berlin ebenfalls extrem steigende Preise, ohne jetzt ein ganz konkretes
und aktuelles Beispiel nennen zu können.

Ja, Wahnsinn. Auf die Gefahr, dass ich wieder als Kommunist diffamiert werde: Der Wahnsinn entsteht aus dem Privateigentum am Grund und Boden. Das Problem gehört grundsätzlich angegangen. Gebäude und Wohnungen müssten eigentumsrechtlich getrennt behandelt werden.

So wie jeder Mensch Luft zum Atmen braucht, so auch ein Stück Erde, das er zum Wohnen, Essen, Schlafen und für die Verrichtungen seines Lebens nutzen kann. Der Boden ist notwendige Lebens- und Arbeitsgrundlage aller Menschen.

Das heutige private Eigentumsrecht am Boden macht dem Einzelnen etwas zu eigen, was ihm nicht gehören kann. Boden ist keine Ware, die er selbst hätte produzieren oder von anderen als deren Produkt hätte erwerben können. Das Eigentum verbindet hier Teile der Erde, die allen Menschen als Lebensgrundlage dienen soll, mit der Persönlichkeit eines Einzelnen, indem es andere davon ausschließt und es seiner prinzipiell unbeschränkten Verfügungsgewalt unterwirft. Der Boden wird gleichsam zum „Raub“ Einzelner.

Privateigentum an Verbrauchs- und Gebrauchsgütern ist natürlich berechtigt. Es wird jedoch widersinnig und unsozial, wenn es auf Grund und Boden ausgedehnt wird, der nicht persönlich verbraucht werden kann, sondern Nichteigentümern gegenüber eine dauerhaft privilegierte Stellung verschafft, die die Preise in die Höhe treibt.

Weitere Überlegungen hier.


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