Chancengleichheit in der Welt

Waldläufer, Mittwoch, 30.12.2015, 11:19 (vor 3690 Tagen) @ sensortimecom3426 Views

Immer sind die anderen die armen Unterdrückten, Ausgebeuteten, und hier
der böse Westen mit der mittelalterlichen Kreuzfahrer-Mentalität.

Sind wir doch mal ehrlich. Da ist schon was dran.

Denkt der gute Mann aber mal darüber nach, welchen Ölpreis er für die
armen Ausgebeuteten über Jahrzehnte gezahlt hat? Und wie viele neue
Technologien er erfinden musste, welche Leistungen im härtesten
Exportgeschäft er erbringen musste um diese Rohstoffpreise zu bezahlen?

Die ölfördernden Länder sind nicht die, die, wenn sie clever waren, ausgebeutet wurden. Betroffen sind doch die, die landwirtschaftliche Produkte an "den Westen" verkaufen, dann, wenn die Bauern dort keine Subventionen bekommen (sprich-meines Wissens- alles außer EU und USA). Wie will denn das fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägte Südamerika und vor allem Afrika irgendwie mithalten können, wenn sie kaputtgespielt werden vom Rest der Welt? Da kann ein Bauer machen was er will, er wird nie das Geld für einen Trecker zusammenbekommen. Und wie produktiv Handarbeit ist, weiß sicher jeder. Geht nur über z.B. China, dann wenn die in Afrika große Ländereien pachten. Aber das ist ja auch nicht im Interesse der dort ansässigen Bevölkerung.

Oder Länder, in die "die Produktion ausgelagert wurde". Wieviel Arbeit stecken in einer Jeans und einem T-shirt?

Mindestens seit dem WTO-Abkommen in den 90er besteht für die
Rohstoffländer der dritten Welt Chancengleichheit. Sie haben diese
Verträge selber abgerungen, niemand hat sie gezwungen. Man hätte alle
Chancen gehabt, die Gewinne aus dem Rohstoffexport in den Aufbau eigener
produzierender Industrien zu investieren. Nur die wenigsten Länder taten
das.

Das trifft halt nur auf die Rohstoffländer zu, nicht wahr?

Ach Mann, ist das eine Scheiß-Welt.
Habe leider keine Zeit mehr.

viele Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg


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