Hier gibt es mindestens zwei Schuldige
Zu Beginn: Ich hoffe, dass Deine Krankheit sich im erträglichen Rahmen hält und sich entweder auf dem Wege der Rückführung befindet oder zumindest unter Kontrolle.
Zur Nachricht:
Da sind zwei Gruppen als Schuldige in die Pflicht zu nehmen.
1.Gruppe: Die Gesellschaft insgesamt. Wie kann das noch angehen, nach 2007 die Banken sowie deren Leitungen als seriöse Einrichtungen in der Öffentlichkeit darzustellen? Zum einen weiß man schon lange, wenn man sich für keinen anständigen Beruf entscheiden kann, zum Weiterstudieren nicht gebacken ist und außer dem Abitur nichts auf die Reihe gebracht hat, - dann kann man zur Bank gehen und dort eine Lehre anfangen. Dadurch winkt ein fast sicherer Arbeitsplatz auf Lebenszeit mit gutem Einkommen und daraus resultierendem Rentenanspruch.
Als Selbständiger kannte ich schon vor Jahrzehnten den Spruch: Die Bank gibt Dir 100 Regenschirme, - ..... solange die Sonne scheint.
Als vorheriger leitender Angestellter hatte ich einen Chef, der mit vier Banken zusammenarbeitete und diese ständig gegeneinander ausspielte. Knallhart, - manchmal war es mir gar nicht wohl unter meiner Haut, wie der Mann mit den Banken umging, auch verbal. Später musste ich zugestehen, dass der Mann genau richtig gehandelt hat.
Meinen Kindern habe ich folgendes eingebleut: Ihr könnt in die Bankfiliale gehen, dort "Guten Tag" sagen, Eure Kontoauszüge holen, oder wenn Ihr was wissen wollte, dann fragt einfach: Wie kann man das am besten oder am vorteilhaftesten erledigen, etc...
Aber zwei Worte sind für Euch in einer Bank für immer tabu: Die Wörter "Bitte und "Danke". Denn mit diesen Wörtern in einer Bank fängt das Unglück immer an.
Meine Kinder haben daraus gelernt und keinerlei Kredite am Laufen. Sie arbeiten mit dem Geld, das sie zur Verfügung haben.
Ich will nicht behaupten, dass alle Banken und deren Mitarbeiter "Verbrecher"wären. Aber ich überzeuge mich auführlich erst einmal vom Gegenteil, bevor ich mit irgendeinem Banker in ein detailliertes Gespräch eingehe.
2.Gruppe: Die älteren Mitbürger selbst. Das sind Leute, die ihr Leben lang gearbeitet haben und auch sonst immer 2 und 2 zusammenzählen konnten. Dass viele dieser Personen im Alter derart gutgläubig werden und jeden Unsinn glauben - es ist oftmals für mich nicht nachvollziehbar.
Typisches Beispiel sind diese Vorfälle mit dem "Enkel-Trick", - wenn irgendwelche Betrüger anrufen, sich als Enkel ausgeben und jemanden zur Oma schicken, um geborgtes Geld abzuholen. Wenn ich mal jemals einem Enkel erbetenes Geld zur Verfügung stellen sollte, dann werde ich mich erst einmal "Auge in Auge" mit dem Delinquenten ausführlich unterhalten, wofür denn dieses Geld bestimmt ist. Andernfalls würde ich mich ja moralisch (und auch juristisch?) mitverantwortlich machen, wenn derjenige das Geld z.B. für Drogen verwenden würde.
Egal, in welche Senilität ich einmal kommen sollte, ich würde niemals jemanden glauben, der mir irgendwas anbietet, und wenn es auch noch so vorteilhaft wäre. Es gibt keine Situation als Rentner, wo einem die Zeit davonläuft,- wo man nicht eine Entscheidung einige Tage hinausschieben kann. In dieser Zeit kann man sich dann immer bei Personen des Vertrauens oder unabhängigen Fachleuten informieren, was Sache ist.
Viele ältere Mitbürger verhalten sich oft sträflich leichtsinnig, was derartige Aktionen oder auch Haustürgeschäfte angeht. Ich will niemanden verdammen, - ich weiß ja auch nicht, wie ich mich im Alter mal entwickeln werde, - aber hoffentlich nicht in dieser Art.
Das Gegenteil vom "sich über den Tisch ziehen lassen" sieht dann so aus:
http://www.kleinezeitung.at/k/chronik/oesterreich/4885468/Raetsel-geklaert_Pensionist-h...