Ukrainische Staatsschulden

Orlando ⌂, Mittwoch, 09.12.2015, 17:29 (vor 3711 Tagen) @ ebbes2854 Views

Wie können wir die Staatspleite der Ukraine verhindern, ohne dass es
allzu sehr auffällt, dass der IWF nur ein Befehlsempfänger der Amis ist?
Sie geben sich aber nicht viel Mühe, sondern wollen sogar die Grundsätze
der IWF ins Klo spülen.

http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20151209/306307715/medwedew-iwf-staatsschuld-in-Fr...

Argentinien kann durch richterlichten Beschluss von Einzelpersonen
verklagt werden, aber Ukraine soll keine regulären Schulden zurückzahlen
müssen.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.


Vielleicht dazu noch soviel, alle anderen Gläubiger der Ukraine, auch große amerikanische Fonds, haben einer Umschuldung mit 20% Abschlag zugestimmt, bloß Russland nicht.

Nachricht vom 9.10.15:
Ukraine kurz vor langersehntem Schuldenschnitt
Ende August ist es der Ukraine gelungen, sich mit den wichtigsten Gläubigern des Krisenlandes auf eine Schuldenerleichterung zu einigen. Die Kreditgeber zeigten sich mit einem Forderungsverzicht von 20 Prozent einverstanden. Der langersehnte Schuldenschnitt soll die Staatsfinanzen in den nächsten vier Jahren um 15 Milliarden US-Dollar erleichtern. Das ukrainische Parlament hat dem Schuldenschnitt bereits zugestimmt und die formellen Abstimmungen sollen am 14. Oktober in London stattfinden. Laut Finanzministerin Natalia Jaresko soll die Umschichtung von Krediten im Volumen von 18 Milliarden Euro bis Ende Oktober abgeschlossen sein und die Vereinbarung mit den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) übereinstimmen. Der Fonds hatte die erfolgreiche Umschuldung zur Voraussetzung dafür gemacht, dass er 40 Milliarden Dollar Finanzhilfen gewährt.
Die Umschuldung sieht konkret eine Abschreibung von 20 Prozent auf den Nominalwert der Anleihen, eine Ausweitung der Laufzeit um vier Jahre und einen Kupon von 7,75 Prozent vor.
Letzte Woche hat die Ukraine dann speziell ein Umtauschangebot für den am 13. Oktober auslaufenden, 600 Millionen schweren Euro-Bond (WKN: A0GGXG ) vorgelegt. Für 1.000 Euro nominal bietet der Staat 800 Euro einer neuen Anleihe zuzüglich 200 Euro einer an der Wirtschaftsleistung orientierten Anleihe plus Stückzinsen. Da die beiden im Tausch angebotenen Anleihen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu 100 Prozent notieren werden und die Entwicklung der GDP-Anleihe zudem unkalkulierbar ist und die Einbußen damit höher sein dürften, als es zunächst aussieht, können sich viele Anleger nicht mit dem vermeintlich guten Angebot arrangieren und trennten sich in der letzten Handelswoche verstärkt von dem Papier, nachdem der Kurs vergangene Woche bis auf 82 Prozent gestiegen war. Am Freitag notiert die Anleihe bei 79,5 Prozent.


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