Debitismus beenden

Rybezahl, Freitag, 27.11.2015, 12:54 (vor 3722 Tagen) @ azur4171 Views

Hallo azur!

Vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich erlaube mir ein paar Anmerkungen, die sicherlich falsch verstanden werden. Egal. Es muss raus.
Zunächst muss ich sagen: Vorsicht mit der Weiterverbreitung solcher Informationen. Solche Informationen sind öffentlich zugänglich, werden aber kaum kommuniziert. Sollte deine Information viralen Charakter haben, dann wird kommuniziert: Wo fordert die UN? Analysiert die UN da nicht nüchterne Zahlen und unterbreitet Vorschläge? Dann werden Bevölkerungszahlen hervorgekramt und siehe da: es stimmt. Und dann kann man sagen: seht, diese Verschwörungstheoretiker erzählen seit Jahren Unsinn. Warum glaubt ihnen überhaupt noch jemand?

Noch ein Wort zu deiner Bemerkung, dass die Politik Stellung dazu beziehen sollte: hat sie längst! Unsere kindliche Kaiserin hat wiederholt gesagt, wir brauchen junge Arbeiter. Hat sie oft gesagt. Natürlich hat sie nicht das ganze Problem aufgerollt; das passiert erst, wenn eintritt, was ich oben sagte.

Nicht nur mit Blick auf die Sozialsysteme ist festzustellen, dass wir immer mehr junge als alte Menschen benötigen, auch aus debitistischer Sicht werden immer mehr Menschen benötigt, da der Einzelne, im Gegensatz zu dem Konstrukt Staat, sehr viel schneller Pleite macht. Bei gleichbleibender Bevölkerung wird die Last der Abgaben (Staatsschulden bedienen) immer größer. Bei wachsender Bevölkerung kann die Abgabenlast auf mehr Menschen verteilt werden.
Natürlich, natürlich, es wäre schön, wenn die Deutschen mehr Kinder hätten. Verfehlte Familienpolitik mag ein Teil des Problemes sein, andererseits kann man Karrierefrauen nicht einfach zum Kind zwingen. Kann man schon, aber das wollen wir nicht. Oder?

Was ist die Alternative? Debitismus beenden:

1. Sofortige Einführung einer Geburtenkontrolle.
2. Sofortiger Bau massiver Grenzanlagen.
3. Die Bevölkerung eines geographischen Raumes sollte nicht die Möglichkeiten der Selbstversorgung übersteigen.
4. Da es um uns herum noch Staaten gibt, und diese uns ganz leicht überwältigen könnten, müssen wir wenigstens einen sog. Nachtwächterstaat installieren. Die Abgaben sollten sich auf eine kleine Überschussproduktion aller Bürger, die nun Bauern sind, beschränken. Diese Überschussproduktion dient der Erhaltung des Nachtwächters und der Wehrkraft. (Kleines Manko: die Wehrkraft dürfte im Vergleich zum Ausland mittel- bis langfristig unterlegen sein.)

Das klingt alles irgendwie nach Morgenthau. Hat jemand andere Vorschläge?

Gruß vom
Rybezahl

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.


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