Erfolgreich hat bei Harvard & Co dann aber nur eine Definition: (mT)
Nämlich wieviel Geld jemand "verdient".
Definiert man "erfolgreich" so bei uns, so ist neben den selbstständigen Mittelständlern und den Vorständen der Großunternehmen "erfolgreich" den Immobilienmaklern und Bankstern sowie Versicherungspyramidenheinis vergönnt.
Letzeres ist meiner Meinung nach nur eine Randnotiz in der Geschichte, da
die speziellen Gesetze momentan dies erlauben. Vor noch 25 Jahren haben Bank"beamte" auch nicht viel mehr verdient als andere. Und nur kriminelle Elemente wie Reinfried Pohl oder Carsten Maschmeyer haben durch ihren Lobbyismus bei Kohl und Schröder das Versicherungsgewerbe in die Nähe der Prostitution gerückt.
Wirklich "erfolgreiche" von Harvard und Co. sind meiner Meinung nach Erfinder
oder Entdecker, die die Menschheit wirklich weiter bringen. Und deren Herkuft
hat oft nichts mit dem Studium (und damit meine ich das undergrad Studium) in
Harvard zu tun. Die kommen von überall her, genau wie Intelligenz im hintersten
Sibirien genau wie im nördlichen MeckPomm kommen kann, gehäuft aber durchaus
bei russischen Juden.
Das Undergrad Studium an der Ivy League schafft die Connections, die man braucht, um in der durchaus kriminellen Welt der US Hochfinanz die Geschäfte abzuwickeln, die einen dann zum Multimillionär werden lassen. Interessanterweise sind die Absolventen der University of Pennsylvania (Wharton School) die reichsten, noch vor Harvard.
Das hat damit zu tun, daß dort auch gerade Drittweltabsolventen sind wie zB aus Indien, die dann in ihrer Heimat zu gigantischem Reichtum aufsteigen
durch einen dort noch vorhandenen Manchesterkapitalismus, wie zB Lakshmi Mittal aus Indien.
Es spielt aber durchaus eine Rolle, wo man dann seine "Grad School" absolviert, Harvard, Cambridge, Berkeley, Stanford, ETH Zürich und Co bieten dann einfach die besten Bedingungen fürs Forschen. Und die holen sich
tatsächlich auch die besten Forscher, Ingenieure usw. und dann gibt
das ein self-perpetuating System, denn die Absolventen von dort gehen, wenn
sie denn forschen wollen, auch wieder dahin. Mit einem PhD von Stanford kann
man sich seinen Lebensweg in den USA fast schon aussuchen.
Aber wie gesagt, mit "erfolgreich" hat das nichts zu tun. Das kann man auch sein, wenn man eine gute Idee hat, skrupellos genug ist und gewisse Verkäufer oder Blenderfunktionen hat (siehe Gates, Zuckerberg, etc.)
Intelligenz hilft sicher, siehe Andreas von Bechtolsheim (TU München, dann Stanford), dann SUN, Google, etc., oder ganz besonders Gordon Moore (Chemie, Berkeley), Robert Noyce (MIT), Andy Grove (Berkeley) (Gründer von INTEL). Ironischerweise haben diese Giganten, die wirklich auch Physik bzw. Chemiegenies waren, "nur" persönliche Vermögen im einstelligen Milliardenbereich angehäuft, die sie durch eine Kombination von harter Arbeit, Intelligenz, Kreativität und Geschäftssinn erwirtschaftet haben, also alte Schule, während Zuckerberg mit seinem Facebook schon jetzt 45 Mrd USD schwer ist, mehr als alle Intel-Gründer zusammen.
Mann kann sich schon fragen, wer die Menschheit mehr verändert hat und mehr FÜR die Menschheit geleistet hat, aber mir ist klar, danach fragt niemand.
Daher ist es ja auch cleverer, Immobilienmakler zu werden, denn für fast alle Menschen ist die eigene Wohnung oder das eigene Haus die größte Anschaffung ihres Lebens, für das sie 30, 40, 50 Jahre lang knechten, und dann mal als Makler für ein paar Stunden Arbeit und ein bisschen sweet talk kurz 4-5 Prozent zu kassieren, sprich 4-5 Prozent der LEBENSLEISTUNG eines Mitbürgers, das ist einfach genial.
Aber in den nächsten Jahren wird es Möglichkeiten geben mit den Arbeitssklaven, euphemistisch genannt "Flüchtlingen", diese Renditen bei weitem zu toppen. Man muß seine Skrupel nur hinter sich lassen und nicht mehr für 20% EK Rendite in der Hightechindustrie arbeiten wollen, sondern erkennen, daß das etwas für stagnierende Gesellschaftsmodelle war. Hightech hat genau dann Mehrwert erschaffen.
Jetzt haben wir wieder eine expandierende, dynamische Gesellschaft, wie China in den letzten 10 Jahren in seinen großen Städten an der Ostküste, oder wie dereinst Westdeutschland in den 50er und zu Beginn der 60er Jahre, und dann muß man DORT präsent sein und seine Hand in den großen Umverteilungsgeldstrom halten.
DT