Was stimmt denn nicht mit den Motoren aus Detroit?
Der
Motor, der läuft dann nicht, oder eben nur so wie ein Motor aus Detroit.
Warum laufen Motoren aus Detroit nicht (oder schlechter)?
Kannst du das näher erläutern?
Mit GM-Motoren und Ami-Motoren habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht. Sehr hohe Laufleistungen ohne nennenswerte Wartungsarbeiten. Bis auf Diesel, das können die traditionsgemäss nicht (Jeep Cherokee z.B., katastrophal).
Anonsten sind die meisten US-Benziner genau richtig dimensioniert, und verzichten i.d.R. auf die Zahnrimensteuerung und besitzen eine wartungsarme Steuerkette. Ich finde das vorbildlich. Die "klein und leicht gerechneten" deutschen Motoren mögen vielleicht weniger wiegen und weniger verbrauchen. Aber das schlägt sich natürlich auch auf die Lebensdauer nieder. Dann lieber ein bisschen was "Abschätzen" und ein bisschen "Fleisch" zwischen die Brennräume packen. Dann hält der Motor auch 50 Jahre, und nicht nur 15. Und man muß auch nicht alle sechs Wochen in die Werkstatt, weil irgendeine Warnlampe aufleuchtet.
Ich kenne Chevy- und GMC-Fahrer die sind mit ihren "Ami-Gurken" das mehrfache gefahren als die deutschen Mercedes-Benz und VW-Kisten. Weit über 400'000 km (und das auch noch im ständigen Hängerbetrieb). Während die Passat- und 190er-Fahrer schon dreimal die Ölpumpe gewechselt haben (und einmal rundum alle Dichtungen), sind die US-Motoren weitgehend problemlos. Ich würde einige der 'doofen' Motoren aus Detroit sogar für genauso haltbar wie die Volvo-Motoren aus den 1990ern einschätzen. Damit kannst du locker eine Million Kilometer machen, wenn du Öl und Wasser drin hast und nicht alle Wartungen verpennst. Möchte mal einen Benzin-Passatmotor von 1996 sehen, der mehr als 300TKM auf der Uhr hat. Da mußt du aber lange suchen. Und dann frage ich danach, die wievielte Ölpumpe und ob du schon den dritten Satz Pleuellager drin hast. Und wie oft die WP, die Servopumpe und der Anlasser schon verreckt ist. Gerade VW ist seit den 90ern nur noch ein Wegwerfauto. Alles was da älter als zehn Jahre ist, würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen. Ab nach Afrika damit. Vom Daimler gilt das gleiche, hier aber vor allem miese Rostvorsorge, schau dir die W124er an der Hinterachse an. Bei den Nachfolgern sieht es nicht besser aus. Billigst zusammengetackerte Karossen, mit Kinderkrankheiten bei der Entwicklung (Hohlräume, Stoßfugen -> alles üble Rostherde nach 5-10 Jahren). Ich sehe auf dem Supermarktparkplatz gerne Autos an. Die sind oft knapp 8 Jahre alt, und fangen schon vorne an den Kotflügeln an zu gammeln (Mercedes-Benz, Neupreis 40'000 EUR. Ich nenne sowas knallharte Verarsche, aber selber schuld, wer sich sowas auch noch kauft, da habe ich null Mitleid). Mein knapp dreißig Jahre alter Schwede steht noch besser da, als mancher 8 Jahre alter deutscher "Neuwagen". Das sind Wegwerf-Autos, völlig überteuert. Ich hoffe, VW bricht es endgültig das Genick. Endlich fliegen die Betrügereien auf. Mit BMW ist es auch nicht besser. Für meinen Geschmack eine hundsmiserable Rostvorsorge. Es kann doch nicht angehen, daß man ein neues Auto, für das man umgerechnet 70 000 Mark (!) bezahlt hat, erst mal zur Hohlraumkonservierung für 5000 Mark bringen muß. Also irgendwas läuft da gewaltig falsch!! (Betrifft aber auch GM, war nur eine generelle Anmerkung).
Nur weil man "die Besatzer" nicht mag, muß man nicht behaupten, daß die US-Konzerne schlechte Ware produzieren. Das stimmt nämlich nicht. Die meisten technischen Innovationen werden auch dort gemacht, und nicht in der schwäbischen Tüftlerstube (die Zeiten sind vorbei, Anschluss verpasst). Und zu behaupten, "die bösen Besatzer" sind schuld, ist einfach nicht wahr. Man hätte hierzulande können, wenn man hätte wollen. Man wollte aber nicht. So einfach ist das. Dann kommen eben Tata und Tesla, und fegen die deutschen Hersteller weg. Piech, äh, Pech gehabt
- ist nur eine Frage der Zeit.
Grüße,
Prophet