Beschreibt das nicht Udo? Und das ist ja auch bei anderen Themen so (edit: Insidertalk)

azur, Samstag, 31.10.2015, 00:13 (vor 3746 Tagen) @ CalBaer2032 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 04.02.2016, 13:51

Hallo CalBaer,

auch bei anderen Themen tauchen doch Artikel in fast allen Zeitungen zeitgleich auf. Und auch nicht selten ist es ein mehr oder weniger aufbereiteter Grundtext. Oft auch auf Agenturbasis. Wie von Zauberhand kommen Sachen, sogar europaweit.

Das geht nur mit Ansprechpersonen, die sichern können, dass eine Sache "gebracht" wird, worüber die Chefs wachen. Und Herausgeber und Verleger.

Hier im Forum wurde das nach Udos Buch ja kurz diskutiert, wie da noch schnell vor Andruck eingerückt werden kann, mit entsprechender Kompetenz dazu versehen.

Kartelle gibts natürlich nirgends und alle recherchieren und berichten völlig frei und unbeeinflusst (Ironie Ende).

Wir hatten es hier im Forum ja schon oft, wie u. a. die Dienste Ansprechpartner in den Medien haben, und das haben noch weitere.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=290620

siehe vor allem auch: http://www.amazon.de/Undercover-Der-BND-deutschen-Journalisten/dp/3462027158/?tag=dasge... / => http://www.heise.de/tp/artikel/2/2441/1.html !

Es gibt sicher weitere Informationsverteilungs-Einrichtungen (Dienste können schließlich beides, sammeln, aber auch lancieren).

Wer des öfteren verschiedene Zeitungen zu einem Thema durchsucht, der sieht es häufig: Gleicher Stoff, in verschiedener Aufmachung - Kampagne auf allen Kanälen.

Viele freundliche Grüße

azur

Edit: lese wieder in der Don-Alphonoso-Leserdiskussion mit - dort Passendes zum Thema. Lasse mal den Beginn stehen, weil der auch interessant ist.

"Andreas Müller sagt:
29. Oktober 2015 um 22:20 Uhr

Wie war das vor gut 20 Jahren?
Ein Zitat dazu:
„“Insbesondere in Ländern, die sich eine gewisse Ländlichkeit bewahrt haben und, wie Schleswig-Holstein, protestantisch sind, liegt der Prozentsatz der Gewalttaten besonders hoch, während er im katholischen Bayern sehr niedrig ist. Ein weiteres Mal scheint das Verlangen nach sozialer Homogenität in protestantischen Gebieten weit stärker zu sein, während die katholische Tradition mit der Andersartigkeit besser zurechtkommt. Bayern, das für sein hartes Vorgehen bei der Ausgrenzung von Ausländern berühmt-berüchtigt ist, toleriert deren Gegenwart auf dem eigenen Territorium sehr viel besser, weil es weniger dem Ideal der deutschen Homogenität anhängt. Eine Regel bringt den Geist des bayerischen Differentialismus auf den Punkt: Ausländer, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben wollen, müssen den lokalen Dialekt beherrschen.“
aus diesem Buch:
http://www.amazon.de/Schicksal-Immigranten-Deutschland-Frankreich-Großbritannien/dp/354...
Sehr gutes Buch mit einem schonungslosen Blick auf die harten Fakten, nicht auf die frommen Wünsche.

Die Kommentare heute im Spiegel (Kuzmany) und in der Zeit (Greven) waren wieder der Hammer. Fällt eigentlich niemandem sonst auf, dass die immer zur gleichen Zeit Dasselbe schreiben? Bekommen die ihre Aufträge direkt aus dem Kanzleramt? Gespenstisch: koordinierte Hetze. Man könnte glauben, sie arbeiten systematisch auf einen Bürgerkrieg hin.
Antworten

Don Alphonso sagt:
30. Oktober 2015 um 04:29 Uhr

Naja, die sitzen halt in Hamburg, weit weg von der Realität, und antibayerischer Rassismus sagt ja nicht „Neger“ und ist damit in Ordnung. Die verstehen halt das Land nicht, und wie es funktioniert. Ich komme je selbst aus einer Stadt, in der die Migrantenquote höher als in Hamburg und Berlin ist, da hat das alles recht gut funktioniert. Nicht perfekt, aber mein eindruck ist auch, dass die bayerische Art und die Art vieler südlicher Länder nicht schlecht passen. Gemeinhin komme ich mit Italienern auch besser klar, als mit Norddeutschen.

Dieter Zorn sagt:
30. Oktober 2015 um 09:23 Uhr

Einspruch
„Die sitzen halt in Hamburg…“ Werter Don, auch Hamburger Journalisten können die Realitäten ganz genau kennen, sie müssen dazu nur das Abendblatt lesen. Das berichtet und kommentiert ziemlich ungeschminkt über die Probleme der Hansestadt mit den 35 000 zugereisten Flüchtlingen und auch über die Versuche der links-grünen Regierung Recht auszuhebeln. Eine Regionalzeitung kann sich eben nicht wegducken oder die Lage schönreden, weil sie stark von ihren Abonnenten abhängt. Aktuell wird berichtet, dass gegen die 48 Unterbringungszentren mehrere Klagen beim Verwaltungsgericht laufen und gestern das Gericht in erster Instanz entschieden hat, dass die Berufung des Senats auf Polzeirecht zur Aushebelung von Bau – und Nachbarschaftsrechten beim größten Objekt mit 3000 Plätzen ungesetzlich sei. Das wird sicher weitere Klagen beflügeln. Das Abendblatt macht auch klar, dass es der rot-grüne Senat ist, der mit albernen Begründungen die Abschiebung von ca. 3500 bisher abgelehnten Asylbewerbern verhindert. Leserbriefe mit eindeutig kritischen Kommentaren werden täglich in voller Breite abgedruckt. In der WELT haben Broder, et al. ein breites Forum für ihre bissigen Kommentare. So bleiben fast nur BILD (köstlich Röhl bei Tichy dazu), SPIEGEL, ZEIT UND SÜDDEUTSCHE sowie die Staatssender mit ihrer unkritischen Haltung zu Flüchtlingen. Was medial allerdings mehr als 70 % der Reichweite ausmacht. Die FAZ schwankt blamabel dazwischen wie ein Rohr im Winde, mal kritisch mal selig, und ohne Leserforum, aber mit dem einzigen Anspruch: Gott schütze unsere Königin! Wie hoch der Druck ist, zeigen die mehr als tausend Sterne gestern für von Altenbockum. – und wo ist Ihr letzter Artikel unter DEM und die Kommentare? Auch konfisziert?"

Und an anderer Stelle:

"Don Alphonso sagt:
30. Oktober 2015 um 04:14 Uhr
Die meisten, die zu dem Thema schreiben, sind Etappenhengste. Letzthin schrieb jemand bei der Zeit, er hätte mit jemandem in Niederbayern telefoniert. Dabei sind die eigentlich entscheidenden Geschichten nicht an der Grnze, sondern in den Lagern – und das ist teilweise eine richtig kalt Dusche. Natürlich kann man auch da sagen, dass ie Kommunen versagen, aber mehr Mittel haben sie nicht. Mitarbeiter bekommt man auch keine. Und auf der anderen Seite gibt es nur wenig Neigung, sich den Regeln hier anzupassen, oder sich damit zu beschäftigen.
Das ist natürlich nicht illegal, aber wenn man – un bitte, das ist jetzt keine Übertreibung – von einem flüchtling hört, er sei aus Afrika gekommen, unter anderem, weil er Bilder aus Deutschland sah, auf denen weisse Frauen in der Unterkunft für seine Freunde putzten – dann wird einem schlagartig klar, was da schief läuft. Natürlich ist der jetzt weniger begeistert und fühlt sich betrogen."

"Tevere sagt:
30. Oktober 2015 um 13:59 Uhr

@Don , 04:29
Das geht vielen Norddeutschen aber genauso…die kommen mit Italienern auch besser aus, als mit Bayern. Das dürfte einfach damit zusammenhängen, dass man sowohl eine komplett andere Mentalität als auch eine komplett andere Sprache hat – und sich nicht auf dem Niveau „Semmel – Brötchen“ bzw. „Grüss Gott – Guten Tag“ schlagen muss.
Was nicht heissen soll, dass ich mich nach sieben Jahren Rom nicht auch in Prantlhausen wohlfühlen würde.

HansMeier555 sagt:
29. Oktober 2015 um 22:21 Uhr

Krawall-Strategie
Lustig finde ich auch, wie selbstverständlich es in den Medien doch geworden ist, Regierungskritik so ganz im Stil des 19. Jh. mit semantischen Mitteln („Krawall“ „Pöbelei“, „wettern“, etc.) als ungehörig, ungezogen, ungehobelt zu denunzieren.
.
Die Regierung stets zu preisen und zu loben ist dann die einzige Verhaltensform, die den Qualitätsmedien noch als angemessen erscheinen wird.
Antworten

Don Alphonso sagt:
30. Oktober 2015 um 04:23 Uhr

Fairerweise uss an sagen: Das sind die Leitmedien, die meist fern der Realität sind Die schreiben für den bundesdeutschen Ansatz. Die Prantlhausener Zeitung traut sich schon länger nicht ehr an die realen Umlandgeschichten heran.

Zum Beispiel hat der Polizeichef von Freising einen Fall von sexuellem Übergriff kleingeredet und musste, als das Opfer das weniger lustig fand, zurückrudern.

Das wäre mal ein Fall für Hannah Beitzer oder andere FeministInnen in der Redaktion gewesen. Was man da hätte machen können. Ist aber, oh Wunder, kein Thema.


Andreas Müller sagt:
30. Oktober 2015 um 05:16 Uhr

Obrigkeitsgläubigkeit
„Die Regierung stets zu preisen und zu loben ist dann die einzige Verhaltensform, die den Qualitätsmedien noch als angemessen erscheinen wird.“
Sicher. In den Leitmedien mit „linkem“ Anspruch findet man de facto eine durch und durch biedermeierliche Obrigkeitsfrömmigkeit. Merkel, die seit Jahren auf allen Feldern Entscheidungen nur simuliert, ist völlig unantastbar, echte Opposition, echte Politik dagegen ist einfach nur igitt. Jetzt haben sie gemerkt, dass die CSU Merkel tatsächlich politisch stürzen könnte, wenn sie es denn darauf anlegen würde (Die Mehrheit von SPD+CDU im Bundestag steht nämlich nur auf dem Papier. Merkel hat in der Sache auch in der CDU-Fraktion keine mehr). Sofort wird die große Moralkeule geschwungen und die FAZ ist ja heute auch noch eingestiegen.
Das Schlimme ist ja, dass das nur die zivilisierte Form der Unterdrückung anderer Meinungen ist. Vor Hörsälen versammelt sich längst auch eine linke SA (genannt Antifa), die Vorlesungen verhindert, wenn sie ganz allein der Meinung ist, dass der Vortragende ein Nazi oder Verschwörungstheoretiker sei. Ist ja auch egal, ist eh alles Dasselbe. Und das Schlimme dabei ist, dass sie dabei ein unendlich gutes Gewissen haben. Sie sehen gar nicht, dass sie in gleicher Art und Weise die freie Meinungsäußerung unterdrücken, wie es 1920 rechte Fanatiker mit Max Weber gemacht haben. Stück für Stück geraten wir in einen Horrorfilm, den wir uns niemals haben vorstellen können."

Und zu den genannten 70 % gesellen sich die Öffentlich-Rechtlichen. Solange sie es so hinstellen, als ob alles geregelt sei...

Wonanders schrieb jemand:

"ob geordnet oder nicht

10 000 täglich. Das sind bis Ende des Jahres nocheinmal 600 000. Wo sollen die alle hin?"

Familiennachzug und weitere Zuwanderer schaffen keine Wohnungen, schon gar nicht in begehrten Gegenden, und keine Einnahmequellen. Echt paradox [[zwinker]].

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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