Ersten haben auch die Russen Spezialeinheiten geschickt und zweitens nennst Du es doch selbst

azur, Freitag, 30.10.2015, 22:03 (vor 3745 Tagen) @ Dieter2622 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 30.10.2015, 22:09

Hallo Dieter,

hierzu:

WElche Auswirkungen wird das haben?

Wenn Rußland weiterhin Terrorgruppen bekämpft dürfte doch sicher auch
der eine oder andere US-Soldat fallen, wobei sich die Russen auf das
Völkerrecht berufen können, die Amis nicht. Oder soll gerade die
Anwesenheit der Ami-Soldaten dafür sorgen, daß Rußland seine Maßnahmen
stark einschränkt? - also um die Ami-Soldaten quasi als Schutzschilde für
die von den USA unterstützten Terrorgruppen zu mißbrauchen?

Ob die Russen tote Amis riskieren?

Die Russen werden sich erinnern, dass die Amis sehr dabei halfen, dass in Afghanistan Russen starben. In einem anderen Stellvertreterkrieg, wobei der Syrienkrieg in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes ist. Angesichts der vielen Beteiligten (wann hat es zuletzt einen Krieg mit so vielen beteiligten Staaten gegeben?!) und, dass es dort nicht nur Ami-Vasallen sind.

Das ist ein Artikel, der höchstwahrscheinlich aus einem Atlantiker-Büro stammt. Der kam, leicht variiert, in mehreren Zeitungen. Demnach sind die Russen erfolglos und senden Spotter.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4853917/Warum-Russlands-SyrienEinsatz-w...

"Syriens Rebellen setzten den Regimetruppen mit TOW-Panzerabwehrwaffen zu. Moskaus Luftangriffe treffen wegen schlechter Aufklärung sehr oft nicht ihr Ziel.

Aber diese kurzen Aufklärungsflüge der Drohnen scheinen nicht auszureichen. Und was ist mit der „engen Zusammenarbeit mit dem syrischen Militär und Geheimdienst“, die das russische Verteidigungsministerium so angepriesen hat? Offenbar bringen die Syrer nur ungenügende, falsche oder veraltete Informationen. Denn sonst hätten die Einsätze der russischen Jets wesentlich größere Wirkung.

Moskau entsendet Spezialeinheiten

Diese Lücke soll nun mit der Stationierung der russischen Spezialeinheiten geschlossen werden. Man will die Luftangriffe endlich effektiver machen und nicht weiter Millionen von Euro buchstäblich in der Luft verpuffen lassen. Unter den Elitetruppen soll auch die berüchtigte Zaslon-Einheit sein, die auf den Schutz von Diplomaten und Vertretungen im Ausland trainiert ist.

Russlands Elitesoldaten werden an der Front syrische Einheiten begleiten, kämpfen werden sie nicht. Die Russen sind „Spotter“, die feindliche Stellungen auskundschaften und die Koordinaten an die Kampfflugzeuge weitergeben. Damit steigt das Risiko, dass Russen getötet oder gefangen werden. Aber das Problem sieht man im Kreml wohl gelassen – Hauptsache, die Effektivität der Bombardierungen erhöht sich, die die Bodenoffensive der syrischen Armee so bitter nötig hat. Russland muss schnell reagieren. Sonst endet seine Intervention im Desaster, bevor sie noch richtig begonnen hat."

Siehe auch: http://www.welt.de/politik/ausland/article148044352/Assads-Armee-bringt-Russland-in-die...
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Russen-beklagen-erste-tote-Soldaten-16507229
http://www.vol.at/assads-desolate-armee-bringt-putin-in-die-klemme/4500310


Vielleicht wird dies einfach als eine Legitimation für den Einsatz von Truppenentsendungen verwendet: Wenn die anderen das dürfen und machen, dann sie selbst auch. Vielleicht ist es auch Flagge zeigen und ihren "Rebellen" Mut zu machen, und offen bei Ihnen zu operieren (nur, so kann man die dann auch ausmachen?). Oder aber das, was Du vermutest: Mit der Stationierung könnte man versuchen die Russen von Angriffen auf bestimmte Ziele abzuhalten. Es reichte ja die Behauptung, dass da Spezialeinheiten unterwegs wären. Vielleicht auch aus all den genannten Gründen und weiteren.

Sicher ist nur, dass es es nur eine Fortsetzung des schmutzigen Spieles bedeutet, das besser bald zu einem möglichst guten Ende kommt.

Viele freundliche Grüße

azur

--
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