Gewaltbericht Hannover

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Montag, 26.10.2015, 23:03 (vor 3739 Tagen) @ Hasso3119 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.10.2015, 17:24

Hallo Hasso,

Hallo paranoia,
ist in Hannover alles noch im grünen Bereich wie hier in der
Vorder-Pfalz?
Also "freien Ausgang" ins Vergnügungsviertel?

ich muss gestehen, dass ich da lange nicht mehr war!
Aber ich bewege mich grundsätzlich mit dem Fahrrad oder auf Inline-Skates zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Stadt.

Den Stadtteil Hannover-Sahlkamp und Varenheide befahre ich aber nachts nicht mehr, da fühle ich mich extrem unwohl. Da stechen sich auch die Rentner ab:

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/2356465

Das ist allerdings nicht die Klientel, die mir Angst einjagt.

Grundsätzlich sind Rotlichtverstöße zu Fuß ein probates Mittel, um mit den Eingeborenen hier, die sich vor allen durch ihr Hochdeutsch auszeichnen, ins Gespräch zu kommen. Von 8 bis 80 Jahren schallt es dann "Es ist Rot" über die Kreuzung. Der gemeine Hannoveraner ist gesetzestreu und regelorientiert und würde am Pariser Place Charles de Gaulle sein Waterloo erleben, denn im Kreisverkehr dort gibt es keine Spuren. Die Strategie, wie eine Samenzelle zum Ziel zu schwimmen, überfordert den anleitungsbedürftigen Stadtbürger.

Irgendwie kann ich es mir heute sehr gut vorstellen, wie sich einst die germanischen Stämme gegenseitig angenervt haben und sich eins auf die Mütze gegeben haben und die Frauen geklaut haben.

Die nette iranische Fußpflegerin um die Ecke fällt mir ihrer intrinsischen Fröhlichkeit negativ auf, was sie selbst auch mitbekommen hat, dieser Unbill trifft nicht nur rheinische Frohnaturen.

Weniger regelorientiert als die Eingeborenen hier sind die Zugezogenen.
Damit ist nicht nur der fröhliche Rheinländer gemeint, sondern auch die Zukunft, in Form von zahlreichen Weisen aus dem Morgenland.

Dabei unterstelle ich allerdings, dass es sich wohl überwiegend um Alt-Immis handelt und nicht die aktuell zureisenden Nobelpreisträger, die Dir mal eben ein Steuerungsprogramm für die computergesteuerte Drehmaschine schreiben.

In der ihnen eigenen dynamischen und robusteren Kommunikationskultur kommt es mitunter zu Situationen, in denen Diskutieren nicht mehr weiterhilft und der "Gewaltmonopolist" also unser guter Vater Staat (Gruß an Zarathustra [[herz]] ) Kontrollverluste erleidet.

Es fällt auf, dass sich diese Momente häufen. Beispielsweise hat die verfolgte Volksgruppe der Jesiden sich einmal die Herschel-Wache der Polizei zur Brust genommen.

http://www.bild.de/regional/hannover/ausschreitungen/jesiden-wollen-polizei-wache-stuer...

Dazu muss man wissen, dass die Gewalt (der Kundschaft!) das tägliche Brot der Besatzung der Wache an der Herschel-Straße ist. Umso erstaunlicher ist es, wenn diese Truppe die Fassung verliert.

Dass im Umland der Bruder auch einmal von der Familie aus den Klauen der üblen Polizei befreit wird, wird schamhaft verschwiegen, damit sich hier keine Ausländerfeindlichkeit bilden kann:

http://www.leine-on.de/springe/news/springe-brueder-stuermen-polizeirevier/archiv/2015/...

Am 12.9.2015 bin ich noch mal mit dem Fahrrad nichtsahnend in die Stadt gefahren. Gottseidank war ich erst so gegen 19:30 da, da hatten sich alle Beteiligten schon schön ausgetobt.

http://www.haz.de/Hannover/Fotostrecken-Hannover/Anti-PKK-Demo-am-Steintor#n11003867-p1

Alle Fotos in der obigen Fotostrecke stammen aus dem Innenstadtbereich und betreffen Orte die man (und Frau) normalerweise problemlos betreten kann.

Die Innenstadt ist zwar ein bisschen asozial (von den Menschen her), aber eigentlich ganz liebenswürdig.
Die architektonischen Restrukturierungsmaßnahmen vor 70 Jahren durch Herrn Harris, eine bekannte städtebauliche Persönlichkeit Hannovers, waren aber im Endergebnis nicht wirklich überzeugend.

Die Stadtväter arbeiten aber ganz hart am Image:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Vahrenheider-Markt-von-Problemliste...

Während Türken und Kurden im Stadtzentrum ergebnisorientiert kommunizieren, läuft die LGBTI-Kampagne ganz gut in Hannover:

http://www.neuepresse.de/Hannover/Bildergalerien/Uestra-Maenner-tragen-Rock

Bisher war Straßenbahnfahrer für mich ein ehrenhafter Beruf. Jetzt zwingt man die armen Angestellten sich im Namen einer Werbekampagne für mehr Frauen am Straßenbahnsteuer sich zum Affen zu machen.

So stelle ich mir die dekadenten Zustände im alten Rom vor, kurz bevor die Vandalen kamen.

Aber ansonsten ist es eigentlich ganz sympathisch hier!

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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