Zu Herrn Pirincci
Servus noby,
auf meinem Blog hatte ein Schreiber einen Kommentar hinterlassen, den ich derart treffend fand, dass ich ihn fragte, ob ich diesen hier veröffentlichen dürfe - ich darf, daher bitte:
Ich habe mir vor einiger Zeit Pirinccis Buch "Deutschland von Sinnen" gekauft, um zu sehen, wes Geistes Kind der bekannte Autor tatsächlich ist. Tatsächlich konnte ich feststellen, daß Pirincci in seinen geschriebenen Texten ausgesprochen klar differenziert und seine rüde, beleidigende Sprache einfach nur ein Stilmittel ist. Dazu muß man aber halt wissen, daß Herr Pirincci nun mal Romancier ist und dazu neigt deutlich, übertrieben und extrem überspitzt zu formulieren. Seinen stellenweise groben, plakativen Humor muß man nicht mögen, aber man könnte ihn begreifen, wenn man nicht ein Denkverbot in Form eines Tabus im Kopf hätte. (Daß Pirincci auch die feinen Töne beherrscht, weiß man aus seinen anderen Büchern.)
Jedenfalls habe ich mich mit seinem Buch königlich amüsiert. Sogar gleich zweimal, als mir klar wurde, daß die geifernden Kritiker die Texte offensichtlich nicht, oder nur in Auszügen gelesen haben.
Pirincci hält den Leuten nicht einfach einen Spiegel vor - er schmeißt ihn ihnen gleich ins Gesicht. Da reagieren Leute, die nicht gewohnt sind selbstkritisch ihre eigenen Gedanken und Handlungen zu hinterfragen, natürlich recht unwirsch drauf. Und natürlich ist dann derjenige Schuld, der den Spiegel geworfen hat. Daß die Journalisten da nur ihre eigene Fratze auf sich selbst zufliegen sehen, bemerken viele ja gar nicht mehr. 
Zitat Ende.
Beste Grüße
K_v_S
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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin