Geradlinigkeit im Wahlverhalten
Wenn auf dem Wahlzettel keine Partei steht, die ich für wert halte,
gewählt zu werden, erspare ich mir den Gang in das Wahllokal. Alles
andere
wäre das, was man 'Sperenzchen machen' nennt.
Und diese Geradlinigkeit würde, allgemein befolgt, Erfolg zeitigen.
Was meint "allgemein"?
Welche Art von Erfolg kann sich denn einstellen?
Sicher, sicher, wenn dann nur noch Parteimitglieder ihre Kandidaten
wählen würden und der Rest bliebe zu Hause, hätten wir dennoch eine
in
formaler Hinsicht 'demokratisch' gewählte Regierung. Aber glaubt jemand
im
Ernst, die so gewählte Regierung könnte Bestand haben?
Warum sollte eine gewählte Regierung keinen Bestand haben?
Was meinen Sie mit "so".Ab welchem Prozentsatz Nichtwähler wird eine gewählte Regierung die
Legitimierung als zu dünn ansehen und nicht antreten?
Ist das überhaupt vorstellbar?Freundliche Grüße
KK