MP S-H: "Maßstab für die Unterbringung der Flüchtlinge, sie sollten so wenig wie möglich frieren oder hungern."

azur, Montag, 19.10.2015, 00:53 (vor 3756 Tagen) @ Ashitaka2020 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 19.10.2015, 00:58

Hallo Ashitka,

das mit den Hungern, der Versorgung und den Supermärkten, dass ist nun einer von Dir sogenannter "Angst-Porno" oder nicht [[zwinker]] [[freude]]?

Stell dir vor, du flüchtest in ein Land, in dem du nicht
ausreichend Nahrung bekommst. Wer hungert (nicht wer harzt), den
interessieren irgendwann keine Gesetze des aufnehmenden Landes mehr. So
meine ich das. Und Hunger ist ein sehr dehnbarer Begriff, die Gefahren
einer fehlenden Sättigung in vielen Orten ein ebenfalls ernstzunehmendes
Thema. Mit einer Forderung nach Gesetzestreue wird man hungernde Menschen
nicht ruhig halten. Wir müssen verhindern, dass es zu solch einem Leid
kommt, dass die Gesetze eingehalten werden. Schickt es sich so besser?

Aus einer Regierungserklärung dieser Tage:

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Albig-Land-kann-nicht-Unendliches-leis...

"Defizite müssten ertragen werden. Die Situation sei eine historische Herausforderung, werde aber die Gesellschaft nicht in ihrem Kern verändern und könne mit europäischer Solidarität bewältigt werden. Sie werde lange anhalten, so der Ministerpräsident.

Albig bekräftigte als aktuellen Maßstab für die Unterbringung der Flüchtlinge, sie sollten so wenig wie möglich frieren oder hungern. "Diesen Satz vor einem halben Jahr hätte ich mit Abscheu und Empörung zurückgewiesen."

Nur, dass Unverhalten lässt sich nicht nur mit Hunger erklären - denn Caterer müssen derzeit gut verdienen, weil sie viel ausliefern.

Ebenso wie das Unverhalten dreckige WCs und unpassend empfundene Unterkünfte abzufackeln (das Letztere soll in Schweden mehrfach vorgekommen sein: Hier jetzt umschrieben: http://speisa.com/modules/articles/index.php/item.549/sweden-500-asylum-seekers-to-a-ci...

Das hier machte natürlich mehr die Runde: http://www.nytimes.com/2015/01/03/world/in-sweden-the-land-of-the-open-door-anti-muslim...
http://www.theguardian.com/world/2015/may/06/from-somalia-to-sweden-the-refugee-forced-... ).

Oder das Unverhalten Frauen gegenüber.

Nein, es funktioniert nicht, wenn man gleichsetzt.

Das würde eben nicht jeder machen: http://www.sachsen-depesche.de/regional/freiberg-asylbewerber-bedroht-supermarkt-person... wenn er Gast ist und der Caterer etwas bringt.

Wenn sie unversorgt wären, dann ist Fringsen sicher verständlich.
http://mundraub.org/blog/aller-munde-fringsen
https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenklau#Anhaltende_Popularit.C3.A4t
https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Frings#Silvesterpredigt_1946

Das meinte aber nicht rauben im eigentlichen Sinne: §§ 249 I ff.:
"(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft."
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/BJNR001270871.html#BJNR001270871BJNG005702307 .

Was der Albig da sagte, ist übrigens sicher kein Angstpron.

Viele freundliche Grüße!

azur

--
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