"geistig verwirrt" ist die erste Schublade - sozusagen ein journalistisches Feigenblatt
um eine Sensation möglichst schnell verwerten zu können, ohne jedoch über hinreichende Information bezüglich des Motivs zur Klassifizierung des Täters zu verfügen.
Wenn es sich rausstellt, daß der Täter wirklich in die Klapse gehört, dann bleibt das die endgültige Schublade und das Interesse verliert sich sehr schnell.
In Kölner Fall ist man mittlerweile hinsichtlich des Motivs bei der Polizei etwas fortgeschritten, so daß die Journaille das Motiv aus der ersten Schublade in die nächste, nämlich die mit der Aufschrift "fremdenfeindlich" stecken kann.
Diese Schublade ist der Freund des Dschurno.
Und bei dieser Kategorisierung wird man natürlich die Zitrone für ideologische Zwecke auspressen bis zum Geht-nicht-mehr. Der Idealfall für die Schmiere.
Es hätte allerdings auch auf andere Weise enttäuschend ausgehen können für die Medien, nämlich, daß es irgend ein Achmed war, dem die Tussi vor 10 Jahren mal HartzIV gekürzt hat und der das bis heute nicht verwunden hat.
Dann würde das Etikett auf der Schublade natürlich bleiben, die Schublade aber ganz schnell zu gemacht, damit man seine Aufmerksamkeit neuen Abenteuern widmen kann. Was nicht sein darf, das kann auch gar nicht sein.
Heißt also, die Bezeichnung "geistig verwirrt" ist für eine schnelle Verwurstung bestens geeignet.
Grüße
jermak