Buchempfehlung: Die Kunst des Fermentierens
Da gerade Weißkrautsaison ist und Einige der Leser sicher auch anderes Gemüse aus dem Garten zur Zeit übrig haben, möchte ich auf das Fermentieren von Lebensmitteln aufmerksam machen. Es dient der Haltbarmachung, verbessert den Geschmack und die Verdaulichkeit der Lebensmittel und ist auch noch gesund.
Schon seit Jahren machen wir mildsaueres Gemüse: Weißkraut, Gurken, Rettich, Herbstrüben, Rote Bete, Möhren, Zuccini u.a. gewürzt mit etwa 10-15 Gramm Salz pro kg Gemüse und Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Dill, Peperoni, Meerrettich u.a. je nach Geschmack. Das Gemüse wird dazu kleingeschnitten, gehobelt, geraspelt ...gesalzen und nach einer Stunde etwa in ein Steingutgefäß gestampft und es muss gut mit Lake bedeckt sein (beschweren) . Bei Zimmertemperatur stehengelassen, essen wir nach 3 oder 4 Tagen schon die ersten Portionen (da ist es nur ganz wenig sauer) bis es nach ca. 3 Wochen aufgegessen ist und wir wieder neu ansetzen.
Ich dachte, ich kenne mich ein wenig aus mit Gemüse kochen und konservieren. Aber was da in diesem Buch alles zusammengetragen ist an Wissen, ist schier unglaublich. Der einzige (kleine) Wermutstropfen, der mich etwas stört, ist, dass ab und zu eine genaue Gewichtsangabe nützlich gewesen wäre.
Noch eine Webseite, die mir toll gefällt, zum Thema:
http://www.wildefermente.de/
Wichtige Tabelle (!) über die Menge der Salzzugabe:
http://www.wildefermente.de/salz/
ein schönes Wochenende allen Lesern
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Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)
Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg