Missverständnis
...und die Deutschen wehren sich nicht einmal an der Wahlurne dafür.
Das ist völlig egal, denn wie die Zukunft auch aussehen wird, und wer
darüber entscheiden wird; eines ist bereits heute sicher:
Über Wahlen wird nichts mehr entschieden.
Hallo Mephistopheles,
die Kultur geht ihren Weg und ich geb dir recht, dass Wahlen daran gar nichts ändern. Allerdings ist es schon ein Phänomen, eine Politikerin an der Spitze zu sehen, die seit ihrem Amtsantritt nichts anderes tut, als den unvermeidlichen Weg mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften zu katalysieren. Deutschland müsste nicht derartig schnell herunterwirtschaften, aber das Volk will es so bzw. kann von Wollen keine Rede sein, da es schlichtweg keinen Willen mehr hat.
Mir scheint, dass man es in Deutschland tatsächlich geschafft hat, ein Volk heranzuzüchten, dem jeglicher Selbsterhaltungstrieb fehlt. Wären z.B. in Österreich heute Nationalratswahlen, würde die FPÖ (die mit ihren Sprüchen wesentlich rechtslastiger ist als die AfD) mit respektablem Abstand und mit über 30% auf Platz 1 landen. Da geht es nicht darum, die Politik der FPÖ gut oder schlecht zu finden oder in einer globalisierten Welt der Konzern- und Geldmacht ihr irgendeinen großartigen Gestaltungsspielraum einzuräumen, sondern darum, dass das Volk zumindest seine Unzufriedenheit artikuliert - ein kleiner innerer Lebensfunken einer Nation. Im komatösen Deutschland schafft es die AfD gerade mal auf 7% und das in diesen Zeiten. Da haben die USA ganze Arbeit geleistet.
Beste Grüße
Phoenix5