Kein Rufmord, sondern Abgrenzung

Langmut, Montag, 28.09.2015, 15:47 (vor 3772 Tagen) @ Reffke1411 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 28.09.2015, 16:25

Gruß in die Runde, werter Reffke,

ich wollte den PEGIDA-Leuten nicht das Leben schwerer machen, als es ohnehin für sie ist, aber abgrenzen darf ich mich schon noch.

Ich habe 1980 als 20jähriger bei der Startbahn-West-Demo in FFM erlebt, wie als Demonstranten verkleidete Polizisten, oder nenne sie von mir aus gedungene Sicherheitskräfte, die wirklichen Polizisten mit Steinen und Molotow-Cocktails so provoziert haben, dass diese (ohne diese Operation zu erahnen, wie mir bekannte echte Polizisten hinterher glaubhaft versicherten) auf wehrlose Demonstranten eingeprügelt haben (diese saßen auf dem Boden und haben sich NICHT gewehrt!!!).

Seitdem gehe ich auf keine Demo mehr, bei der ich mir nicht sicher bin, dass so etwas nicht passieren kann. Ich war durchaus später noch in Bonn bei der großen (ungefährlichen) SS20-vs-Pershing-Demo.

1989 in der DDR ist es gut gegangen. Das muss heute aber nicht mehr so sein (entschuldige, wenn ich diesbezüglich ein Schisser bin).

Wie ich in meinem Brief an die Flüchtlinge angemerkt habe, ist für mich das geschriebene Wort meine Waffe, um ggf. etwas ändern zu können.

Ein gewisser Spee von Langenfeld hat mit seinem Buch dazumal das Ende des Hexenwahns eingeläutet.

Ich halte mich nicht für so wichtig wie dieser Herr, aber auf die Straße bringt mich keine Macht der Welt - auch die PEGIDA - mehr.

Bin aber gerne bereit, dieser/eurer Bewegung mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln der Sprache zu dienen.

Venceremos (hoffentlich)

Gruß Langmut


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