FPÖ konnte sich profilieren

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 27.09.2015, 21:51 (vor 3773 Tagen) @ Shindo2358 Views

Allerdings ist die Situation nicht so einfach. Habe das in österreichischen Foren kommentiert, vielleicht interessiert es jemanden aber auch hier:


Wunderbar, na ja ....

Es ist gut, das Ergebnis. Die FPÖ hat erwartungsgemäß kräftig zugelegt.
Meine Einschätzung in meinem Mail von gestern:

"Oberösterreich wählt traditionsgemäß schwarz, - in der Regel auch mit hoher Wahlbeteiligung. Trotzdem werden die Schwarzen Verluste hinnehmen müssen. So wie ich das sehe (schade, dass man hier nicht wie auf der Rennbahn oder beim Fußballlotto wetten kann):
ÖVP bei 40%
SPÖ bei 20%
FPÖ bei 30%
Grüne bei 10%

So gesehen, wird sich vermutlich eine Patt-Situation zwischen der jetzigen Schwarz-Grünen Regierung un den Oppositionsparteien einstellen. Das wiederum wird zu Instabilität führen und Pühringer wird sich um die FPÖ als neuen Partner bemühen müssen. In diesem Fall hätten sie eine satte 2/3 Mehrheit.

Natürlich kommt es noch darauf an, inwieweit die Neos oder eine andere Splitterpartei den Sprung in den Landtag schafft, die dann als Zünglein an der Waage fungieren könnten."

So, - die Verluste bei ÖVP und SPÖ waren sogar noch stärker, aber der Rest stimmte in etwa.

Nun bin ich gespannt, wie es weitergehen wird, - wenn es zur schwarz-blauen Koalition kommt. Gut, - Pühringer hat ja im Wahlkampf die Koalition mit der FPÖ nicht ausgeschlossen, - anders als die SPÖ. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die FPÖ so ihre Schwierigkeiten haben wird, gewisse notwendige Dinge im Land zusammen mit der ÖVP umzusetzen.

Ist halt ein Unterschied, ob man alleine die absolute Mehrheit hat oder nur in der Koalition. Wenn die FPÖ einen transparenten Kurs fährt, wodurch gewisse Dinge im Land klar ersichtlich durch die Freiheitlichen zustande kommen und andere notwendige Dinge wg. der Bremser in der ÖVP eben nicht möglich waren, - dann hilft das bei der nächsten Wahl wieder nach vorne.

Aber einfach wirds sicher nicht. Abwarten und Tee trinken, so sagt man.
Viel Tee wahrscheinlich....

Natürlich könnte sich Pühringer mit der SPÖ verbrüdern, dann käme er auch auf eine Mehrheit über 50%. Dann bliebe die FPÖ zwar draußen, - würde aber - sofern sie sich keinen eklatanten Schnitzer in den nächsten vier Jahren leistet - bei der nächsten Wahl auf mindestens 40% kommen und dann vor der ÖVP liegen.

Wäre - langfristig gesehen - wahrscheinlich die bessere Option.


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