Deine These zur Sofortüberweisung
Kontonummer und Passwort reichen für alles aus: Einloggen und auch
zum
Geld Übertragen, also so wie bei Paypal. Die Geldübertragung ist
eine
Abbuchung (keine Überweisung) - mit den entsprechenden rechtlichen
Konsequenzen.
Den Satz verstehe ich nicht.
Eine Abbuchung kann mehrere Monate lang vom Bezahlenden zürückgenommen
werden, ohne Angaben von Gründen. Eine Überweisung ist sofort endgültig.
Also quasi die umgekehrte Rechtslage.
DAs wusste ich nicht. Ich kenne von meiner Hausbank nur die 6-Wochen-Frist.
Sofortüberweisung übrigens ist meiner Kenntnis nach gar nicht
zulässig,
weil Du dabei Deine PIN Dritten offenbarst.
Mich wundert das, dass der Anbieter nicht schon eins auf den Deckel
bekommen hat.
ja, so ist es: der Bankkunde setzt sich über die AGBs seiner Bank hinweg,
wenn er Sofortüberweisung nutzt, denn er gibt PIN und TAN an Dritte (=
SOFORT).Das ist/war ein Riesenstreit zwischen Banken und SOFORT. Wegen europ.
Wettbewerbsrecht (!) hat SOFORT aber vorläufig Recht bekommen. Mein Stand.
Aber hier eine Verschwörungstheorie: die Banken tun nur so, als wenn
Ihnen SOFORT nicht recht wäre: in Wirklichkeit freuen sie sich darüber
als das kleinere Übel, denn jede mit SOFORT getätigte Online Bezahlung
ist eine, die nicht mit PayPal oder Kreditkarte getätigt wird, sondern mit
dem Bankkonto.
Ich meine, dass Paypal neben Kreditkarten auch Konten belasten kann. Dann wird das Konto trotzdem belastet.
Wenn Du da analysieren willst, solltest Du die Aspekte der Überweisungsgebühren und des "Bodensatz" in Betracht ziehen.
Ich sehe da andere Aspekte:
Wer als Kunde "Sofortüberweisung" nutzt, wird bei Kontomissbrauch einen schweren Stand gegen seine Bank haben.
Manche Banken haben das Verfahren mit PIN und TAN-Block gegen das mit PIN und TAN-Generator abgelöst. Da kann per "Sofortüberweisung" doch gar keine Überweisung ausgelöst werden?!
Bernd BorchertAlso Saldierung der Überweisungen unter den Banken mehrmals (3 mal?)
Dafür ist mir keine Norm bekannt. Ich beziehe mich wohlweislich nur auf Deutschland. Das ist eine Frage der Institutsgröße und der Gruppenzugehörigkeit. Dann musst Du noch unterscheiden, ob die Überweisung durch Homebanking, einem Selbstbedienungsautomat oder vielleicht auch von einem Unternehmenen stammt, das anders an die Bankensysteme angebunden ist.
täglich? das ist der aktuelle Stand? Und ich nehme an, nicht Bank-zu-Bank,
sondern Bank zu zentraler Clearing Stelle.
Nein. Ich sprach davon, in einer Überweisung alle Überweisungen von Bank A an B zu bündeln. Da ist nix mit zentralem Clearing.
Bei Bank C kann es wieder anders sein: Wenn ich von meiner Hausbank €100,- an den Verein zum Schutze griechischer Katzen, Hunde und Eulen nach Athen zur Alpha-Bank überweise, kann es gut sein, dass für diese Überweisung tatsächlich eine einzelne Target-Zahlung angestoßen wird.
Soweit ich die Diskussionen mitbekommen habe, wird das bei Instant Payment
auch so bleiben, nur irgendwie wird dafür gesorgt, dass der Geldtransfer
beim Geldempfänger sofort sichtbar und auch verfügbar ist. Letzteres ist
ja nur relevant, falls der gerade am Dispo-Limit ist, den Aspekt der
Tageszinsen sollte man vernachlässigen können oder rechnerisch in den
Griff kriegen können.
Ich glaube, dass der entscheidende Punkt ist, dass der Händler gegenüber dem Kunden nicht in Vorleistung gehen will, sondern Geld sehen will. Er möchte nicht Bank spielen und das Kreditrisiko für den erwarteten Zahlungseingang tragen, wenn er die Ware sofort herausschickt.
Es geht bei solchen Systemen im ersten Moment um Benachrichtigungen über unwiderrufliche Überweisungen. Wie dann die Liquidität im zweiten Schritt für den Kunden unsichtbar ihren Weg vom Sender zum Empfänger findet, ist dann eher nachrangig.
Gruß
paranoia
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.