Und angeblich in München: "Thank you Germany" "We love you, Germany" - dort Rekord-Massenankunft nach Durchreise a. Ungarn

azur, Dienstag, 01.09.2015, 12:41 (vor 3848 Tagen) @ pigbonds3866 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.09.2015, 12:54

Hallo pigbonds,

in München hießen angeblich Bürger die Massen willkommen:

"In Wien trafen allein am Montag nach Polizeiangaben 3650 Flüchtlinge per Zug aus Ungarn ein. Dies sei ein neuer Tagesrekord in diesem Jahr, sagte der österreichische Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Es werde noch geprüft, wie viele davon tatsächlich Asylbewerber seien.

Laut der deutschen Bundespolizei trafen auch in Deutschland in den vergangenen 24 bis 30 Stunden bis zu 2200 Flüchtlinge aus Ungarn ein - vornehmlich in München. Das waren deutlich mehr als sonst üblich. Sie wurden nach der Ankunft in einer Nebenhalle registriert.

Die Stimmung am Bahnhof sei am Abend und in der Nacht "ruhig" bis "euphorisch" gewesen, sagte ein Sprecher. Viele Flüchtlinge hätten bei ihrer Ankunft "Thank you, Germany" oder "We love you, Germany" gerufen. Auch Bürger waren vor Ort und begrüßten die Flüchtlinge mit Wasser und Lebensmitteln."
http://www.tagesschau.de/inland/ungarn-zuege-113.html

Die Flüchtlinge tun also ihres für die Willkommenskultur.

Mal sehen, wann das mit Bildern des Jubels der DDR-Flüchtlinge in der Prager Botschaft zusammen geschnitten wird.

Interessant ja auch, dass oft nicht nur der Vergleich zu den deutschen Vertriebenen nach dem WKII bemüht wird: Das waren doch auch Flüchtlinge - das sei kein Unterschied zu heute, sondern auch zu den Flüchtlingen aus der DDR, die augenscheinlich aber auch Deutsche waren.

Mein Vorschlag: Wie in der DDR mit geordneten Spalierbildungen (heute Spalierbildung statt Volksbildg, so ein Bonmots von Hans-Georg Stengel) Staatsgäste aus dem Ausland empfangen werden, sollte man umschichtig Begrüßungsgruppen schicken. Am Besten bringen die nicht nur Getränke und Lebensmittel mit, sondern auch Unterkünfte und Einkommensmöglichkeiten.

Und: Nach der erlaubten Ausreise der DDR-Flüchtlinge aus der Prager Botschaft, hat man Sonderzüge eingerichtet. Das sollte doch auch heute möglich sein.

Frau Merkel habe ein Vision entwickelt, nach dem sie vom "rechten" "Mob" in Heidenau angepöbelt worden sei (das passiert nämlich, wenn man Mutti reizt: Sie bekommt dann eine Vision! Und ein Konzept für die Flüchtlingsströme. Das ist doch eigentlich "positiv", oder [[freude]] [[zwinker]] - sollte man nicht dem Heidenauer Protestlern dankbar sein?) - so dieser wahnsinns Kommentar:

"In der Flüchtlingskrise hat Kanzlerin Merkel eine Art politische Vision entwickelt(*) - ein bemerkenswertes Novum. Mit ihrer energischen Ansage - "Wir schaffen das" - macht sie den Menschen in Deutschland Mut.

Von Robin Lautenbach, RBB

Als Angela Merkel die Flüchtlingsunterkunft in Heidenau besuchte, wurde sie vom rechtsextremen Mob persönlich angepöbelt. Vielleicht war das ein Anstoß. Jetzt jedenfalls zeigte die Kanzlerin Flagge und übernahm das Steuer in der Flüchtlingsfrage.

Den Rassisten tritt sie unmissverständlich entgegen, "keine Spur von Verständnis", so ihre knappe Formel. Richtig so. Bemerkenswerter aber ist, dass Merkel in der Flüchtlingskrise tatsächlich so etwas wie eine politische Vision entwickelt, das hatte man ihr bislang nicht zugetraut."

Keine Sorge, Volksfürsorge - mit dem Grundgesetz:

"Ihre Vision ist ein Bild von Deutschland: Ausgestattet mit den Werten des Grundgesetzes kann dieses Land auch schwere Krisen meistern.

[[euklid]]

"Von Wiedervereinigung bis Flüchtlingsfrage: Wir schaffen das - das ist die Ansage. Damit spricht sie den Deutschen Mut zu. Denen, die sich vor der schieren Zahl der Flüchtlinge ängstigen, ebenso wie denen, die rechtsextreme Gewalt fürchten."

Und nun rein in den Hintern von Mutti:

"Doch Merkel wäre nicht Merkel, wenn sie sich bei allen Visionen nicht auch um die Details kümmerte, von der deutschen Bauordnung bis zum Druck auf unsolidarische EU-Länder."

Eine Kommentierung hat mag besser gleich nicht erlaubt.

Wohl aber eine N-Wort-Debatte, wobei die Lesern nicht so recht mitziehen wollen: http://meta.tagesschau.de/id/102457/bayerischer-innenminister-spricht-vom-wunderbaren-n... (schade, dass nicht nur darüber diskutiert wird, nicht wahr Geli und Robin?)

Warum sind die und der noch nicht in Haft? Mit der Ganze Härte des Gesetzes (und nicht zu vergessen "ausgestattet mit den Werten des Grundgesetzes") sollen sie alle verfolgt werden.

Vielleicht zu Sozialstunden auf Bahnhöfen [[zwinker]] [[freude]].

Viele freundliche Grüße

azur

* Wenn Robin sagt: "eine Art politische Vision" heißt das allerdings eher: Soetwas wie eine politische Vision.

Gestritten wird über die Urheberschaft von: "Wer Visionen hat, sollte lieber gleich zum Arzt gehen."

Verschiedentlich auch Adenauer (und t. w. Schröder) zugeschrieben, wird meist der Altkanzler Schmidt genannt. So auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_gefl%C3%BCgelter_Worte/W#Wer_Visionen_hat.2C_sollte...

"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen." - Von Schmidt auf Anfrage bestätigt in einem Brief vom 26. Februar 2009 an die Fachschaft Sozialwissenschaften St.-Ursula-Gymnasium Attendorn. Schmidt will das "damals aber nicht mit Blick auf Willy Brandt formuliert" haben. Ein Jahr später äußerte er im Interview mit Giovanni di Lorenzo, wahrscheinlich habe er den Satz "in einem Interview gesagt. Das muss mindestens 35 Jahre her sein, vielleicht 40. Da wurde ich gefragt: Wo ist Ihre große Vision? Und ich habe gesagt: Wer eine Vision hat, der soll zum Arzt gehen. Es war eine pampige Antwort auf eine dusselige Frage." (ZEITmagazin 4. März 2010)"
https://de.wikiquote.org/wiki/Helmut_Schmidt

Meine, dass auch der alte Fest, bekannt als Hitler-Biograf (Bio-Graf [[zwinker]][[freude]]) das gesagt hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Fest

Dieser auch in diesem Predigt eines Bischofs über Visionen: http://www.alt-katholisch.de/fileadmin/red_ak/CH-Archiv/07_11_4.htm

"Träume und Visionen

Predigt von Bischof Joachim Vobbe im Gottesdienst zur Synodeneröffnung 2007 zu Apg 2,14-18

Kurz nach der Wende erschien ein Buch von Joachim Fest: „Der zerstörte Traum. Vom Ende des utopischen Zeitalters“. Dort ist zu lesen, dass die Menschen heute ohne das große Tamtam der Utopien, ohne Visionen und Träume leben müssen. Das sei nun einmal der Preis der Moderne. Es ist der Versuch einer ehrlichen Bestandsaufnahme.

Und in der Tat: Wenn Politiker oder Gesellschaftswissenschaftler heutzutage nach ihren Visionen befragt werden, dann ist in der Regel die Rede von der Renten-, Studien- oder der Steuerreform. Das heißt, irgendwelchen politischen Unumgänglichkeiten wird das Etikett einer Vision aufgeklebt, und schon hat das Ganze die höheren Weihen. So gesehen hat Joachim Fest recht, wenn er kritisiert, dass das, was blanker Pragmatismus ist, nun plötzlich als Vision daherkommt.

Auch ich bin und bleibe äußerst skeptisch und zurückhaltend, wenn Leute von ihren „Visionen“ reden oder wenn gar mich einer nach meinen Visionen von Kirche befragt. Die Frage ist allerdings: Sind auch wir als Kirche mehr und mehr festgelegt auf das, was etwas bringt? Erliegen auch wir dem allgemeinen Pragmatismus und Verzweckungstrend? Fällt uns keine Alternative mehr ein zum vorhandenen Wohlstandssystem, zum Status quo von Kirche?

Traum

„I have a dream! – Ich habe einen Traum“, sagte Martin Luther King vor vierzig Jahren)...")

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