Wo ist das Problem?

Simsalabim, Montag, 31.08.2015, 20:30 (vor 3798 Tagen) @ Leserzuschrift3709 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 31.08.2015, 20:41

Ich glaube nicht, das Kunststoffe ein Problem für den aus dem Bio-Abfall gewonnenen Kompost ist. Kompost entsteht aus Organischem Material durch Verrottung (aerober bakterieller Prozess). Beim Kunststoff verrottet nichts. Auch faulen (anaerobe baktierielle Zersetzung) tut Kunststoff nicht (wohl aber Biomasse, weshalb der Bio-Müll während der Rotte auch immer schön gewendet wird).

Am Ende des Verrottungsvorgangs erhält man wunderbaren Kompost, den besten Dünger überhaupt. Dieser ist teilweise verunreinigt mit nicht verrotteten Bestandteilen, z.B. Kunststoffen, welche dann ebenso mit auf die Felder gelangen.

Die Düngewirkung von Kompost auf dem Feld entsteht durch weitere Rotte bzw. Auswaschung durch Niederschlag. Beides findet bei Kunststoffen nicht statt: Sie bleiben einfach auf dem Feld liegen. Steine z.B. tun das auch (wobei diese noch ein paar Mineralien abgeben).

Siehst du darin ein Problem? Gut, man möchte keine Fremdkörper auf dem Feld haben, zumal landwirtschaftliche Maschinen daran Schaden nehmen könnten. Aber "einwachsen"? Kann ich mir ehrlichgesagt nicht vorstellen!

Schlimm sind Verunreinigungen durch giftige, wasserlösliche Stoffe, da diese dann auf dem Feld ebenso wie die Nährstoffe vom Regen in den Boden gespült werden...

Grüße, Simsalabim <img src=" />


P.S: Bei uns (eher ländliche Gegend) gibt es die grüne Biotonne, und wir können die Müllabfuhrwagen stets zur nächstgelegenen Kompostierungsanlage fahren sehen, von der wir immer unseren Kompost und unsere Erde für den Garten beziehen. Unsere Kinder sehen, wie aus Essensresten wieder Dünger entsteht!

--
Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht. (Mayer Amschel Rothschild, 1744–1812)

BIG BROTHER IS WATCHING YOU


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.