Es gibt keinen Friedensvertrag

Kaladhor, Münsterland, Sonntag, 30.08.2015, 13:11 (vor 3799 Tagen) @ Balu2498 Views

Hallo Balu,

Über Reparationsleistungen für den 2. WK ist mir nichts bekannt,
allerdings gehe ich davon aus, dass das Nachfolgekonstrukt Deutschlands,
die BRD, solche zu leisten hat, in welcher Form auch immer.


wenn ich das richtig in Erinnerung habe, können genaue Reparationszahlungen nur dann vereinbart werden, wenn ein Friedensvertrag abgeschlossen wird. Das ist in unserem Falle jedoch nie gemacht worden, es gibt nur Einzelabkommen über Zahlungen als Entschädigung für begangene Greultaten.

Das Problem mit einem Friedensvertrag liegt schon in der Problematik der abgetrennten Ländereien des Deutschen Reiches. Diese müssten nämlich als "geldwerter Vorteil" von zu zahlenden Reparationen abgezogen werden. Ebenso einfließen müssten sämtliche demontierten Industrieanlagen und Lieferungen sonstiger Art (z.B. Kohle an die UdSSR oder Frankreich) als reduzierende Beträge für die dann noch zu zahlende Gesamtreparationskosten.

Auch der Punkt "Militärbasen fremder Staaten auf deutschen Boden" müsste in einem Friedensvertrag geregelt werden, inklusive einer bestimmten Laufzeit und einer Veranschlagung der auflaufenden Kosten, die dann auch mindernd auf die Reparationsgesamtsumme wirken müsste. Nach Ablauf der geregelten Besatzungszeit müssten die Betreiber dann ihrerseits Zahlungen an uns zahlen, wenn die Basis weiter betrieben werden sollte.

Wird so langsam klar, warum es keinen Friedensvertrag gibt? Zahlungen werden trotzdem geleistet, in Form von Beiträgen zu der EU. Wir sind nicht umsonst größter Nettozahler.

Gruß
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!


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