Dazu kommt die Industrie 4.0

Leser68, Montag, 17.08.2015, 14:44 (vor 3811 Tagen) @ DT3197 Views

Was ist denn Industrie 4.0 eigentlich?
Dazu werde ich keine Hochglanzartikel z.B. von Wikipedia oder vom deutschen Bundesforschungsminsterium verlinken, weil ich inzwischen genau weiß, was dieser Begriff wirklich bedeutet. Ich hatte Anfang des Jahres Kontakt zu jemandem, der da gerade voll mit zu tun hat mit dieser Zukunft.

Industrie 4.0 bedeutet, dass in Zukunft Hilfsarbeiter oder angelernte Arbeiter die Facharbeiter, die komplexe Produktionsmaschinen bedienen (z.B. CNC- bzw. CAM-Maschinen), ersetzen werden. Dies funktioniert dadurch dass besonders einfach zu bedienende Oberflächen programmiert werden, so dass ein Bediener nur noch z.B. auf den Menüpunkt "Fräse ein Motorventil" drücken muss, um ein solches Motorventil oder etwas anderes anspruchsvolles herzustellen. Werkzeugwechsel, Übertragung der Abmessungen, Einsetzen und Ausbau des Werkstücks: Alles geschieht dann nahezu vollautomatisch.

Die Facharbeiter können sich dafür dann auf einen vorzeitigen Ruhestand mit deutlich reduzierten Bezügen freuen, wo sie dann viel Zeit haben, um sich um ihr noch nicht abbezahltes Häuschen zu kümmern, z.B. indem sie im Garten hinter dem Haus zusammen mit ihren Nachbarn einen Biomeiler aufbauen.

Realisiert wird das Ganze mit Hilfe einiger Softwareentwickler und Ingenieure oder auch nur mit gut ausgebildeten Ingenieuren, die auch Ahnung vom Programmieren haben.

Und noch ein Hinweis bezüglich einer Umwelt, in der Menschen noch leben können:
Mit einem neuen, leichten, kostengünstigen und effektiven Getriebe aus deutscher Produktion können z.B. Rodungsmaschinen ausgestattet werden, die den Amazonas-Urwald noch schneller und billiger abholzen können.
Deswegen hatte ich in einem meiner ersten Beiträge gemeint, dass Ingenieure sehr viel zur Zerstörung unserer Umwelt beitragen, neben Wirtschaftswissenschaftlern, Juristen, Medienleuten oder Politikern.


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