Absolut richtig: die "Effektiven Mikroorganismen" sind quasi ueberall ...
Ich glaube, das ist dasselbe, wie das, was die Ingham seit 40 Jahren predigt. Ich glaube weiter, daß ich nicht bestimmte Bakterien (die Urlösung) aus Japan einfliegen lassen muss, damit mein Garten in Schuß ist. Ich glaube, daß wir solche Bakterien selbst haben, und daß man die nur etwas herfüttern muß (dafür ist die Melasse)
Als ich vor (gefuehlt) einem halben Jahrhundert mich mit Mikrobiologie auseinanderzusetzen begann, hiess es da (sinngemaess): 'Man braucht nur einen Kubikzentimer Erde (Boden) von irgendwoher nehmen, dann kann man mit den geeigneten Techniken jedes (aerobe oder mikroaerobe) Bakterium (oder fast jeden Pilz) kultivieren'. (Anaerobe etwas tiefer und der Naehrboden muss dann Luftabschluss bieten.)
Das betraf ca. 99% der damals bekannten Bakterienarten.
Diese sind ueberall, und der Unterschied, warum sie an bestimmten Stellen mal mehr, mal weniger auftreten, liegt ausschliesslich im Naehrsubstrat.
In der (damaligen) Mikrobiologie hat man das Zeug erst auf einen Naehrboden gegeben, der fuer die gewuenschte Bakterienart optimal, fuer andere weniger geeignet war. Dadurch vermehren sich die gewuenschten tendenziell staerker, die andern kuemmern vor sich hin.
Dann wird mit spitzen Nadeln oder mit Oesen der Bakterienrasen "vereinzelt" (sog. Ausstrich), und, nach mehreren Iterationen, erwischt man mit der Nadelspitze schliesslich mal eine Reinkultur und kann diese dann weiter zuechten.
Der Satz mit den 99% gilt heute nicht mehr, weil man an verschiedensten Stellen neue Bakterienarten gefunden hat, die nicht in jedem Kubikzentimeter Erde vorkommen, die man damals aber aus verschiedensten Gruenden noch nicht entdecken konnte.
Da sind zum einen die an den heissen Quellen der Tiefsee, die z.T. einen ganz anderen Chemismus haben und dann z.B. die 500 neuen Arten, die man erst kuerzlich im menschlichen Bauchnabel entdeckt hat - auf einen Schlag. Das liegt u.a. an den modernen Verfahren der Gensequenzierung, mit denen man Bestimmungen vornehmen kann, die frueher so nicht moeglich waren und daran, dass es eben doch "Naehrboeden" gibt, die so spezifisch sind, dass deren Bewohner in der normalen Gartenerde doch nicht vorkommen und deren Existenz man daher so nicht gewahr wurde.
Langer Rede, kurzer Sinn: diese effektiven Mikroorganismen kann man, so wie auch jeder Sauerteig oder Essig "aus der Luft" beziehen kann, selbstverstaendlich selbst "herstellen", d.h. durch geeignete Naehrboeden gezielt so beguenstigen, dass das Endprodukt dem kommerziellen beliebig nahe kommt. Anders haben es deren Hersteller auch nicht gemacht. Nur, wie beim Sauerteig, ist es mit dem Kauf einer Packung gezielter moeglich. Aber bei der hohen Vermehrungsrate von Mikroorganismen handelt es sich da, immer vorausgesetzt man hat den optimalen Naehrboden, um einen Vorsprung von Stunden, hoechstens Tagen!
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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