Die "bedeutenden" Zentralbanken kämpfen gegen ein Deflationsproblem im privaten Sektor
Dort ist sicher Hyperinflation das Endergebnis solcher Bemühungen.
Ich rechne allerdings in Zukunft mit konzertierten Aktionen sämtlicher
bedeutender Zentralbanken, die sich sogar uU gegenseitig den Ramsch wieder
teilweise abnehmen.Und da sieht mE nach die Sache ganz anders aus!
Die Sache sieht daher anders aus, weil die westlichen - plus die japanische -
ZBen gegen ein Deflationsproblem, das im privaten Sektor stattfindet, kämpfen.
Wenn nun das Preisniveau um 20% sinken müsste, es wegen der ZB Eingriffe aber
nicht tut, dann wurde die ZB-Massnahme von jenen "bezahlt", die nicht von den
"Fire-Sale"-Preisen profitieren konnten.
Die Politik antizipierte, dass es die Sparer psychologisch härter treffen würde,
wenn sie 15% der Ersparnisse im Bail-In verlieren würden, dafür das Preisniveau
um 20% sänke und die Finanzassets um 60%. (Die Zahlen sind von mir willkürlich
gewählt, aber dies ist der Effekt, der sich in einer Deflationsspirale entfaltet)
Daher kam es zu der Reflation der Finanzassetpreise, die bedingte, dass die ZB-
Bilanzen stark ausgeweitet werden. Diese Mega-Ausweitung darf uns aber nicht
täuschen, dass dies unbeschränkt funktionieren könnte - an den Mega-Ausweitungen
können wir hingegen erkennen, welche Megakrise in 2007/08 begonnen hatte.
Ich empfehle einmal 2 meiner älteren Posts und auch @Mitch83's Antwort - alles
noch höchst relevant:
zu @dottores Goldener Lösung:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=258048
zu Staatsanleihen Kursen bei negativen ZB-Sätzen (damals noch fast undenkbar):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=258082
und auch @Mitch83 erscheint @dottores Goldene Lösung als plausibel (in extremis):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=301491