Die verkannte Freiheit
Vor etwa einer Woche erschien auf "Alles Schall und Rauch" ein interessanter Artikel mit dem Titel "Warum viele Menschen keine Freiheit wollen". Darin wird zu recht beklagt, dass viele Menschen Sicherheit der Freiheit vorziehen. "Sie wollen lieber in einem Staat leben, der sich um alles kümmert, der sie versorgt und umsorgt, der ihnen alle Entscheidungen abnimmt, der ihnen sagt, was sie zu tun haben, der ihnen Vorschriften macht und die Wahlmöglichkeit einschränkt. Oder sie wollen beides, Freiheit und Versorgung, was sich aber widerspricht."
"Was ist Freiheit? Es ist die Wahlmöglichkeit zu haben, das oder jenes zu tun. Es ist das Gegenteil von Bevormundung. Es ist die Entscheidung treffen zu können, was gut oder schlecht für einen ist. Diese Entscheidungsmöglichkeit haben viele freiwillig an die Obrigkeit abgegeben, die meint es besser zu wissen, denn der Staat macht sich angeblich Sorgen um unsere Sicherheit. Fast alle Freiheitseinschränkungen werden vom Staat mit Sicherheit begründet, dabei geht es nur um Macht und Kontrolle."
Ich halte das für das zentrale Thema der menschlichen Gesellschaft, sehe aber Freiheit als Wahlmöglichkeit zu kurz gegriffen. Sie betrifft mehr die äußere Bedingung der Freiheit, die primär eine Frage der inneren Freiheit ist. Wird die Freiheit im Inneren nicht erlebt, wird sie auch im Äußeren nicht vermisst und gesucht. Ich bin daher dem Thema der Freiheit hier etwas nachgegangen.