Nur wer es mit sich machen lässt ;-) + Anekdote + Frage
Sollte es zu solch einer Situation kommen, wäre eine Idee, sich auf höhere Gewalt zu berufen (den Streik halt).
Die Behörden kennen ja die Problematik...
Desweiteren würde ich der Behörde einfach den Hinweis geben, dass sie sich während eines Poststreiks nicht auf die übliche Brieflaufzeit berufen können und bei Vorliegen eines wichtigen Falles in dieser Zeit doch einfach ein Einschreiben, zwecks Laufzeitdokumentation, schicken können.
Zur Anekdote:
Im Juni 2014 wurde unser Haus von AKELIUS gekauft.
(„Verbraucher sollten Konzerne wie Akelius boykottieren“, rät Experte Rolf Bosse vom Mieterverein zu Hamburg.) Link
Wie auch immer, im Februar diesen Jahres erhielten alle Mieter eine zweite, letztmalige Mahnung, endlich der Mieterhöhung innerhalb von zwei Wochen zuzustimmen, ansonsten würde Klage erhoben werden. Das Problem an der Sache war, dass weder das Mieterhöhungsbegehren noch die erste Mahnung irgendeinen Mieter erreichte.
Der Versuch, mit unserem Objektverwalter per Telefon zu kommunizieren, scheiterte am internen Verbot der AKELIUS-Hotline, Mieter mit ihren Ansprechpartnern telefonieren zu lassen. Ein Novum in meiner Mieterkarriere, okay, es waren bisher auch nur die Gagfah und vorher eine kleine, unbekannte Hausverwaltung.
Per E-Mail gelang dann das Gespräch, allerdings verlief die Unterhaltung doch anders als von mir erwartet. Die Mieterhöhungsverlangen seien per Einwurfeinschreiben verschickt worden, es gab eine Entschuldigung für die fehlende erste Mahnung und ich solle mich trotzdem zügig entscheiden, die Frist liefe nämlich bald ab.
Nach mehrmaliger Bitte, eine Kopie der Einwurfeinschreibebestätigung zu erhalten, kam dann folgendes:
"Sehr geehrter Herr xxx,
nach Rücksprache mit unserem Postversendungsdienstleister wurden die Mieterhöhungen für die xxxstr. tatsächlich nicht verschickt und uns ein nicht korrekter Einwurfeinschreibenbeleg zugesandt. Demnach sind die Mieterhöhungen nicht wirksam zugestellt. Wir werden allen Mietern natürlich nochmals neue Mieterhöhungsverlangen mit neuen Fristen zusenden. Vielen Dank für den Hinweis."
Und das soll man denen glauben...
Die Briefe wurden mit Absicht nicht rausgeschickt, weil zu der Zeit 3 Wohnungen im Haus über Monate hinweg kernsaniert, inklusive kostenlosem Lärm, wurden.
Mein Highlight: Auf der Toilette sitzend die Vibrationen des Hauses spüren.
Dies ist nur die Kurzversion der Thematik, bei Interesse oder ähnlichen Problemen kann ich gern noch weiter ausführen.
Quintessenz:
Wir leben in einem Rechtsstaat und wer sich von "Großen", ob nun Behörde oder Konzern, unterbuttern lässt, ist selber schuld.
So und jetzt ab ins Wasser.
LG
Broesler
PS:
Die Frage -> Hat sich AKELIUS mir gegenüber strafbar gemacht? Ich habe eine schriftliche Bestätigung, dass die Einwurfeinschreibebestätigungen vorliegen, dann irgendwann waren sie verschwunden oder gefälscht. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)