Meine Kommentare dazu bei Juhuu

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 11.06.2015, 05:27 (vor 3873 Tagen) @ Sylvia3811 Views

Wenns jemanden interessiert, - und ihm meine Soße nicht zu lang ist, die ich geschrieben habe, - ich hab seit langem nicht mehr bei Juhuu (so bezeichne ich yahoo)gepostet, - aus mehreren Gründen. Weiß nicht, welcher Affe mich gebissen hat, doch wieder was zu schreiben, - wahrscheinlich waren es die hirnrissigen Kommentare im GR-blog.

Damit sich hier nicht auch jemand den PC versaut, drucke ichs hier direkt ab.

Man könnte sich manchmal kugeln darüber, was da für Kommentare abgelassen werden. Seit langem poste ich nur sehr sporadisch hier, weil ich kaum mehr in Juhuu reinsehe. Hängt mit den beschnittenen Kommentarmöglichkeiten zusammen, aber auch damit, dass jedesmal, wenn ich einen link von Juhuu aufmache, mein PC-Fritze den Kasten wieder komplett säubern muß.
Das nur als Vorspann. Wenn ich mich über die GR-Kommetare amüsiere, dann nicht deshalb, weil ich die Weisheit mit dem Löffel gefressen habe, sondern deshalb, weil es der Zufall wollte, dass ich da Infos direkt vom Ort des Geschehens komme. Abgesehen davon, bin ich schon geografisch viel näher am Ball.
Also, - derjenige, der die Märchen von Merkel und Schäuble glauben will, der soll das weiter tun. Die Wahrheit liegt ganz woanders. Die Griechen spielen auf Zeit. Irgendwann nach Mitte Juni soll der Untersuchungsbericht der eingesetzten Kommission vorliegen, aus dem hervorgehen soll, wie eigentlich die griechischen Schulden zustandegekommen sind und wie es überhaupt möglich ist, dass die Schulden am Anfang der Offenbarung wesentlich niedriger waren als zum jetzigen Zeitpunkt nach den vielen „Hilfskrediten“. Dazu wird untersucht, was der deutsche Staat mitgesponsert hat, - insbesonders die Sache mit den U-Boot-Lieferungen an Griechenland. Als wenn Griechenland einen Haufen U-Boote brauchen würde, - möchte wissen, für was.
Fest steht, dass das griechische Volk so gut wie nichts von den Hilfszahlungen profitiert hat, - das ging fast zur Gänze an die Banken, - an die deutschen, an die französischen, auch an österreichische, die bei den Staatsanleihen mit insolviert waren. Die Banken sollten nichts verlieren, - das war die ganze Politik. Dafür wurden Kredite zu Zinssätzen aufgedrückt, dass einer Sau graust, - auf deutsch gesagt. Deswegen rutschen die Griechen mit ihrem Defizit immer mehr hinunter.
Man kann die ganzen Hintergründe nicht in einem Kommentar darlegen, dafür sind sie zu vielschichtig, - zuviele griechische Konzerne, die auch in D tätig sind und wo Mutti Merkel die Hand drüber hält, sind hier insolviert. Aber Merkel und Schäuble haben wahnsinnig Schiß davor, was bei dem Untersuchungsergebnis über das Entstehen der griechischen Schulden herauskommt. Es gibt auf der Welt Präzedenzfälle, wo bei Nachweis einer kriminellen Methode, auch wenn es von anderen Staaten herkommt, wo ein Staat mit Hilfe einer Partei (z.B. Pasok) über den Tisch gezogen wurde, diese dadurch entstandenen Schulden nicht zurückgezahlt werden müssen.
Dazu wird diese U-Boot-Affäre aufgedeckt, - da hat ja auch Schäuble kräftig mitgemischt, - zum Wohle der deutschen Konzerne.
Man muß sich einfach nur vor Ort informieren. Sieht man sich z.B. den griechischen Finanzminister an, wie der in seiner Heimat durch die Fußgängerzone geht, völlig ohne Bodyguard, jeder klopft ihm auf die Schulter und sagt, mach weiter so, - dann wird man nachdenklich. Schäuble braucht für jede Speiche von seinem Rollstuhlrad einen Bodyguard, sonst traut der sich nicht auf die Straße.
Nee, meine Herrschaften, Euch wird da was vorgemacht, - was nur im Interesse der Banken und Konzerne ist. Und Merkel/Schäuble stehen da voll dahinter. Sogar der sonst linientreue Spiegel hats schon klargestellt, dass der Weg von Merkel falsch war. Nicht nur im Interesse des deutschen Volkes, sondern vor allem für die Griechen. Liest mal einige andere Seiten im Net, - es steht genug darübr geschrieben.
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Wanderliese:
1. Was heißt denn insolviert? Sie meinen involviert,oder?
2. Ihr lest, du liest.
Absolut richtig, danke für die Korrektur. Hab das gestern schnell geschrieben, ohne nochmals durchzulesen. Sind noch ein paar andere Tippfehler dabei, habs grade bemerkt.

Zum Inhalt:
"Eben deshalb hat man den Banken in Griechenland mal erst ausstehende Gelder zurück erstattet. Sonst wäre das für alle Europäer der Untergang gewesen. Millionen von Arbeitslosen und unermessliche Armut in Europa."

Mit Verlaub, - ich respektiere zwar jede andere Meinung darüber, aber ich teile sie nicht immer. Diese Meinung keinesfalls. Das ist die Merkel/Schäuble - Version.
Ich dagegen behaupte:
Es wäre weder für die Europäer, noch für die Banken der Untergang gewesen. Die Banken hätten lediglich Einkommensverluste hinnehmen müssen, - die sie zwar zähneknirschend, aber doch unbeschadet überstanden hätten, - so wie sie die Milliardenzahlungen an die Kirchgruppe, an die Amis, etc. überstanden haben.

Sogar der Merkel-hörige Spiegel hats schon begriffen und schreibt:

Spiegel online v. 4.6.2015
Kolumne unter: S.P.O.N. - Im Zweifel links: Die allerallerallerletzte Chance (Augstein):
"Das Rezept von Frau Dr. Merkel war Gift für Griechenland: die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 60 Prozent, die Schuldenquote ist seit Beginn der Krise von 124 auf 180 Prozent des Inlandsprodukts gewachsen. Aber wo Merkel nur zuschaut, müssen andere handeln. Das Leid der Griechen zwingt den Kontinent zum Kurswechsel.
Merkel steht vor den Scherben ihrer Politik
Kommissionpräsident Juncker hat gesagt, es gebe eine "humanitäre Krise" in Griechenland. Wer das nicht sehe, sei "blind und taub" für das, was vor Ort geschehe. Sein Kabinettschef Martin Selmayr ist noch deutlicher geworden: Das bisherige Rettungsprogramm habe sich "als unrealistisch und als sozial nicht ausgewogen herausgestellt", die griechische Bevölkerung habe "einen hohen Preis" für die Reformen gezahlt. Eine Ohrfeige für die Deutschen. Es ist Merkels Austeritätskurs, der da vor den Augen der Welt gescheitert ist."

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Nochmal als Nachtrag zu meinem ausführlichen Kommentar weiter unten:

Die meisten Kommentare hier sind mit Bildzeitungsargumenten gespickt, und haben keinen Bezug zur Realität, - weder zur Realität in Griechenland noch zur Realität hinter den Kulissen im Regierungslager in Berlin sowie in Brüssel.

So erklärt sich auch, warum die beiden großen Parteien in D immer noch am Ruder sind und tun und lassen können, was sie wollen. Zuviele gibt es, die sich nicht informieren, nicht nachdenken, das von oben Vorgesetzte in sich reinziehen und das Kreuzchen am Wahltag dort machen, wo es schon die Mama und die Oma früher gemacht hat.

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Berndt:
Das mit dem Esel wird sich noch zeigen.
Ich bin auch kein Prophet, - aber ich lese viel im Net, hauptsächlich auch Seiten, die nicht aus Merkelland kommen, und habe viel Infos von Freunden aus Ländern vor Ort, gewissermaßen aus erster Hand. Darauf mache ich mir dann einen Reim.

Der sieht derzeit so aus, dass Tsipras taktiert und auf Zeit spielt. Klar hat er einen Finanzminister, der sich auskennt und auch in dieser schwierigen Situation ein Konzept erarbeiten konnte. Natürlich legt der seine Karten nicht auf den Tisch. Wird ja immer nach Möglichkeiten gesucht, um auf raffinierte Weise gegen die Griechen Politik zu machen. Am eklatantesten war die Sache mit der Fotomontage bei Jauch mit dem Stinkefinger.

Nun wird einmal hier was mit Reförmchen erzählt, dann da was propagiert, damit Brüssel was zum Knabbern hat. Was denen wichtig ist, kann eigentlich nur der 18. Juni sein, wo die den Abschlußbericht über die Entstehung und Ursachen der griechischen Finanzmisere erwarten. Weiß zwar nicht, ob sie den Termin einhalten können, - aber die Veröffentlichung über die Wahrheit über das Desaster macht allen Angst, insbesonders Merkel/Schäuble.

Bei allem darf man nicht vergessen, dass es Griechen sind, mit denen man es zu tun hat. Griechen, deren Interesse vorrangig dem eigenen Land gilt, - was nur natürlich ist. Anders als im Merkelland, - wo man die Interessen der Amis und der Lobbies vertritt (Banken, Waffenproduzenten, etc.).

Die gr. Bevölkerung steht mit dem Rücken zur Wand, - und das wissen die in der gr. Regierung. Deshalb müssen sie was fürs Volk tun. Die Ärzte in den Spitälern in GR sind schon soweit, dass sie sich ihre sterilen Gummihandschuhe selbst kaufen müssen, so eng gehts da zu.

Klar gehen die in der Regierung auch ans Eingemachte, - nämlich an die eigenen Oligarchen, die auf dem Kapital sitzen. Das Problem dabei ist, dass das kein griechischer Eintopf ist, sondern dass diese Konzerne nicht nur europaweit, sondern auch weltweit, also global, tätig sind. Und da haben sie viele Verbündete. Die sog. Lagardeliste, wo die Namen der Griechen veröffentlicht wurden, die ihr Geld im Ausland gebunkert haben (nicht nur in der Schweiz), wird zwar zielstrebig abgearbeitet, - es sind auch schon genug Gelder geflossen.

Das Problem dabei ist die internationale Verflechtung, bis nach Deutschland, bis in die Wallstreet. Was da den gr. Finanzhäschern für Prügel zwischen die Füße geworfen werden, ist kaum vorstellbar. Da ist die internationale Finanzwelt, einschl. Bilderberger, Soros, Rothschild, und wie sie alle heißen, als Schutzschild vornedran. Deswegen können sie (noch) nicht so aufräumen, wie sie es gerne hätten. Immer wieder sind sie zu Kompromissen gezwungen, damit wenigstens etwas von der Kohle zurückfließt in den Staatshaushalt.

Oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, dass sie nur halbherzig vorgehen. Die Probleme liegen aber viel tiefer.

Nun warte ich mal das Ergebnis des Berichtes ab. Wenn die dann nachweisen können, dass sie von D, F, und durch den EZB nach Strich und Faden reingelegt wurden, dann werden sie den Teufel tun, irgendwas zurückzubezahlen (Beispiel Ecuador, Island, etc.). Dann werden sie die Drachme wieder einführen, es sei denn, - Berlin/Paris/Brüssel läßt sich was Geschicktes einfallen, um den Schein und vor allem das Gesicht zu wahren. An letztes glaube ich eher, - weil Merkel nicht riskieren will, aufgrund ihrer GR-Politik in die Wüste gejagt zu werden. Was man eigentlich schon längst hätte tun sollen. Da hatten Bosbach, Schäffler, Gauweiler, und wie sie noch heißen, schon vor Jahren recht.
Kann man nachlesen:
"Immer mehr deutsche Abgeordnete gegen Griechenlandhilfe" - von unzensuriert, 6. Juli 2011 - 11:01

Um ehrlich zu sein, - ich finde die GR-Politik der jetzigen Regierung eher im Interesse der Griechen, als es die vorangegangenen Regierungen gemacht haben. Obwohl ich mit Linksregierungen generell nichts am Hut habe, - aber was wahr ist, soll auch wahr bleiben.


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