Ersatzwährungen
Ersatzwährungen kennt die Menschheit doch zuhauf: Zigaretten, Alkohol, Lebensmittel (z.B. Mettwürste), notfalls Kaurimuscheln. Außerdem hieße das wohl zurück zur Tauschwirtschaft - was ja auch sehr fortschrittlich wäre.
Ich bin der Meinung, diese Abschaffungsstrategen irren sich gewaltig: Theoretisch sind das ja zwar alles nur Buchungsvorgänge, wie diese Theoretiker natürlich richtig feststellen. Aber in der Praxis im täglichen Leben empfände das gemeine Volk Rechnungseinheiten oder Sonderziehungsrechte wohl nicht als Geld - läßt sich ja auch nicht anfassen. Also sprechen die \"Experten\" von der Abschaffung des Geldes für das gemeine Volk, nach der Abschaffung wird es dann ganz ohne Beteiligung des Staates (Verbote hin oder her) eben Kaurimuscheln oder sonst etwas geben, mit dem im täglichen Leben bezahlt werden wird. Ob sich das gemeine Volk mit Rechnungseinheiten oder Sonderziehungsrechten bezahlen lassen wird, wage ich zu bezweifeln. Damit hieße es für das Finanzamt Steuereinnahmen ade, es sei denn, es akzeptierte Kaurimuscheln.
Das Modell der Währungstheoretiker ist eben nur grob und unvollständig und führt offenbar zu falschen Schlüssen. Die Psychologie und die anthropologischen Grundlagen der menschlichen Gesellschaft werden überhaupt nicht berücksichtigt, als ob dies für Wirtschaftswissenschaftler zu komplex wäre. Grüße Mira