Griechische "Faulheit" = deutsches Beggar thy Neighbor

politicaleconomy, Mittwoch, 13.05.2015, 11:13 (vor 3901 Tagen)2908 Views

Jeder debitist versteht sofort, daß ein Land mit Leistungsbilanzüberschüssen, das dadurch Forderungen gegenüber dem Ausland anhäuft, das nur schafft, wenn dem gleich hohe Leistungsbilanzdefizite des Auslands gegenüberstehen. Diese führen zu den Verbindlichkeiten (Schulden) gegenüber den Überschussländern (wie hier genauer beschrieben).

Das Aufblasen des "griechischen Faulheitsproblems" und das Totschweigen der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse in der deutschen Presse entsprechen sich ebenso. Verdrängung plus Überkompensation.

Der Telegraph hat dazu einen schönen Artikel gebracht:

http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/ambroseevans_pritchard/11584031/Germanys-rec...

"Chronic surpluses are a way of stealing demand from elsewhere. They export unemployment to other countries. This matters in an era of "secular stagnation" and excess global savings. Societies are entitled to retaliate once this gets out of hand. "

"Historians will view the Schroder/Merkel era as a series of policy blunders.

The sooner Germany abandons fiscal fetishism and invests its own money in its own country for its own good, the better it will be for everybody. "

Jetzt werden sicher die gewohnheitsmäßigen Deutschlandverteidiger kommen und sagen, die Anglos wollen uns schon wieder unterdrücken.

Woran man leider sehen würde: auch bei denen hapert es bei der Makroökonomie gewaltig - die totale Handlungsunfähigkeit Europas hat auch einen übersehenen Grund: ideologische Verwirrung, und der Mangel an einer kohärenten politischen Ökonomie.


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