Schockwirkung zum Stimmungsumschwung
Der sonst gute Artikel trifft am Schluss nicht das Entscheidende. Churchill war durchaus erfolgreich.
Es kam zunächst darauf an, einen Stimmungsumschwung in der amerikanischen Bevölkerung zu erreichen. Neunzig Prozent waren gegen jegliche Beteiligung der USA am Ersten Weltkrieg. Die Nachricht von der Versenkung der Lusitania löste ein politisches Erdbeben aus. Eine Hetze brach in der US-Presse los. Die New York Tribune schrieb: „Seit dem 7. Mai werden Millionen in diesem Land bedauern, daß in Flandern keine Amerikaner mitfechten gegen Hunnen und Vandalen.“ So wurde die öffentliche Meinung zum Umschwenken gebracht, und immer mehr Stimmen sprachen sich offen für einen Kriegseintritt der USA gegen das Deutsche Reich aus. Der Lusitania-Fall bereitete in Amerika das Klima, in dem US-Präsident Wilson dann zwei Jahre später auf Seiten der Westmächte in den Ersten Weltkrieg eintrat. Dieser spätere Eintritt hatte rein strategische Gründe.
Ich habe das Thema im Rahmen der damaligen Medienpropaganda für den Krieg behandelt. "Die Massenmedien sind die größten Massenvernichtungswaffen."
Vgl.:
http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/19/wie-die-medien-fur-die-machtigen-zum-kr...