Rechtsnachfolger oder nicht - Hast Du dazu die Anstalt gesehen?

azur, Freitag, 01.05.2015, 23:01 (vor 3910 Tagen) @ XERXES5362 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 01.05.2015, 23:04

Hallo Xerxes,

das deutsche Reich hatte tatsächlich einen Zwangskredit erhoben und auch eine Rate zurück gezahlt. Siehe auch*.

Hast Du dazu die Anstalt gesehen? Sehenswert.
https://www.youtube.com/watch?v=FbRKcwhRKhc -
zu den Forderungen und wie sie bsher behandelt wurden: ab min 41 und 22 sec.
Man höre die Argumente der Bundesregierung, die auch mit Friedensschlussdebatten zu tun hat.

Auch dort zu weiteren Schäden.

Einige hatten die Chance sich Reparationen zahlen zu lassen, adere weniger. Einige waren stärker, andere schwächer.

"Wirtschaftliche Ausbeutung

Bis ins Jahr 1941 waren die Plünderungen von Sachgütern eher willkürlicher Natur, beispielsweise die Ausräumung Athener Geschäfte und Büros durch Wehrmachtssoldaten. Mussolini spottete über diese Situation in Griechenland, dass "Die Deutschen den Griechen selbst die Schnürsenkel davon getragen haben."[18] Anschließend wurde die Ausbeutung systematisiert. So wurden fortan die Besatzungskosten so festgelegt, dass sie den Wert der beschlagnahmten Güter überstiegen. Griechenland hatte die höchsten Besatzungskosten eines vom Deutschen Reich besetzten Landes zu zahlen. Als der Betrag astronomische Höhen erreichte, entschied Hitler, diese im Fall von Griechenland in Aufbaukosten umzubenennen.[19]

Am 1. Oktober 1942 wurde die DEGRIGES (Deutsch-Griechische Warenausgleichsgesellschaft mbH) gegründet. Zweck der Gesellschaft war, Sach- und Vermögenswerte des Landes abzuziehen sowie die Besatzungskosten einzutreiben, nachdem die Bank von Griechenland aus deutscher Sicht diesen Zweck nur unzureichend erfüllt hatte. Zudem wurde der griechischen Kollaborationsregierung im Dezember 1942 eine zinslose deutsche Zwangsanleihe abgepresst, die sich bis 1945 auf 476 Millionen Reichsmark summierte und seither ohne Rückzahlung blieb.

Die Konfiskation aller Nahrungsmittel, stand eine lächerliche Anzahl verteilter Lebensmittel gegenüber. Dies machte sich besonders in Athen bemerkbar, wo während der großen Hungersnot 300.000 Menschen starben. 130.000 Zivilisten wurden von der deutschen Besatzungsmacht umgebracht und 70.000 griechische Juden in Vernichtungslager deportiert.[20] Über 150.000 NS-Zwangsarbeiter wurden sowohl in Griechenland eingesetzt, als auch nach Deutschland verschleppt[21]."

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-griechische_Beziehungen#Wirtschaftliche_Ausbeutung

*) Schon vom 10. Februar: http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-forderungen-faq-101.html

Alles nicht so einfach.

Aber wenn nun die bisherige Linie aufgegeben werden soll, dann vielleicht um den Absturz von GR, der EU und des Euro zu (verzögern) verhindern. Allerdings haben die Griechen jetzt nicht nur mehr Druckmittel, sondern auch mehr Aufmerksamkeit.

Viele freundliche Grüße

azur

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