Neocon gegen Neocon

Zarathustra, Donnerstag, 30.04.2015, 12:49 (vor 3912 Tagen) @ nereus3748 Views
bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 30.04.2015, 13:01

Hallo Zara!

Grüezi Nereus!

Du schreibst: Mir scheint, Du schwankst zwischen totaler Resignation
(läuft seit Jahrhunderten alles nach Plan) und totalem Wunschdenken
(siehe, er kommt, er ist nahe, der neue Hegemon aus dem Morgenland!).

Ja, das schreibe ich.

Selbstverständlich unterliegt mein Glauben einer gewissen
Schwankungsbreite.
Diese ergibt sich aus dem Umstand nicht alles wissen zu können.
Also ist das erst einmal völlig normal und kein Grund zur Sorge.
[[zwinker]]
Darüber hinaus ergeben sich immer Einsprünge und Unwägbarkeiten, welche
die Planer berücksichtigen müssen. Noch haben SIE die Weltherrschaft
nicht an sich gerissen. Also ist auch in dieser Hinsicht gedanklich alles
im Lot. [[freude]]

Na ja, lassen wir das mal so stehen.

Meine Einschätzung: Die haben noch nicht fertig.

DIE haben freilich noch nicht fertig.
Aber ihre Marionetten haben schon länger fertig, weil sie nicht mehr
souverän wie einst agieren, sondern nur kindisch und linkisch, wie einst
die „Potentaten“ der KPdSU und der SED.

Marionetten agierten einst souverän? Wie soll das gehen in Hegemonialsystemen (Kollektivismus)?
Hasso glaubt jedenfalls, dass eure Obermarionette sich über ähnlich viel Zustimmung erfreut wie ein Nasarbajew und andere Lichtgestalten von der 'ostjudäischen Volksfront'.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=352620

Diesen Wandel sollte doch ein aufmerksamer Beobachter wie Du auch
mitbekommen, oder?

Na ja, ich sehe da tatsächlich keinen Paradigmenwechsel im Gebaren der Politterroristen.
Die agieren so wie eh und je, bedacht auf Wählerstimmen, und diese Verhältnisse ändern sich in Deutschland nicht nennenswert. Hier in Helvetistan ebenso wenig. Die etablierten Parteien erfreuen sich der selben überwältigenden Mehrheit wie zuvor. Protestparteien kommen und gehen ebenso schnell wie zuvor (AfD, Piraten) und die Kreml-Versteherpartei sieht sich auch mit keinerlei Aufschwung konfrontiert. Ihr dürft die Stimmung in einigen Internetforen und deren teilweisen Enthusiasmus für die Zwingherren im Osten nicht zum Massstab für die Gesamtbevölkerung nehmen, denn daraus ergibt sich ein fataler Trugschluss.

Deren Gegenspieler sind noch schlechtere Spieler, und das will etwas
heissen.

Nein, sie waren mal schlecht.
Sie haben aber inzwischen dazu gelernt, was nicht ausschließt künftig
noch besser zu werden.

Guter Witz.

Wer eine neue Achse mit Europa schmieden will, müsste den alten
Hegemon in puncto Wirtschafts- und Politliberalismus überholen, was
mittlerweile gar nicht mehr so schwierig wäre, angesichts der
Sowjetisierung Amerikas.

Keine Sorge, das wird kommen.
Amerika verschluckt sich an seinem Imperium – Asien dagegen hat noch
viel Luft nach oben.

Na ja; wo denn? Japan, Korea, Hongkong und die chinesischen Metropolen haben bei diesem demografischen Wettlauf in den Niedergang die USA doch bereits überholt. Der allgemeine Verzicht auf Nachwuchs ist ein Ausdruck der vorherrschenden Hoffnungslosigkeit in jenen Territorien.

Das aktuelle Problem ist nur, daß SIE einen Krieg wollen - koste es was
es wolle.

Im Nuklearzeitalter wollen nur die wenigsten einen Krieg der Atommächte, und deshalb gibt es auch keinen seit 70 Jahren, was seit der Geburt der Tragödie (Debitismus) vermutlich ein Weltrekord ist.

Diese Gefahr läßt sich nicht so einfach bannen.
Sogenannte "Experten" mutmaßen, daß im Mai in der Ukraine ein "großer
Haufen" angezündet wird, um Putin keine Alternative zu lassen.

Ja, gemutmasst wird gar manches, wenn der Tag lang ist. Ich zum Beispiel mutmasse, dass im Mai in gewissen Kreisen gemutmasst wird, dass bald ein Krieg in atomar bestückten Territorien angezettelt wird, und danach im Juni, Juli und August, und dass auch dannzumal in dieser Hinsicht nichts passieren wird. Wer will schon einen nuklearen Winter?

Du weißt, das Schweine-SYSTEM nimmt niemals Rücksicht auf Menschenleben,
wenn es gilt seine Interessen zu wahren.

Da dies aber nur einige wenige Länder im Osten (Baltikum, Tschechien,
Slowakei, etc.) bewerkstelligen konnten und man weiter östlich eher wieder
Richtung orthodoxes Mittelalter zurückmarschiert, ist diese potentielle
neue Achse noch weiter entfernt als wie zuvor.

Das ist eine völlig absurde Einschätzung der Realität.
Die Russen sind weitaus kapitalistischer als es die Bundesrepublik je
war.
Nur als die Oligarchie völlig aus dem Ruder lief, hat der neue Zar
begonnen Grenzen zu ziehen – und das völlig zu recht.

Klar, man hat das Kapital einiger Oligarchen in die Hände jener Oligarchen überführt, die tadellos mit deren Komplizen in den Geheimdiensten kooperieren.

Jetzt, da im Osten die Neocon das Ruder übernehmen, wendet man sich
gleichfalls ab mit Grausen. So wird das leider nichts.

Und wieder hat das Meßgerät beim Wert „Realitätscheck“ einen Fehler
angezeigt.
Neocons in Moskau!
Das ist der Brüller des Tages. [[lach]]

Ja, wäre eigentlich ein Brüller, wenn es nicht so traurig wäre, dass die Gegner der West-Neocon auf deren Spiegelbilder im Osten abfahren:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=347945

Außerdem wendet sich Deutschland nicht freiwillig ab, sondern auf Weisung
von Washington. Jedes autarkes Handeln ist untersagt von der
Besatzungsmacht.

Diese Macht haben sie nur bedingt. Als in Washington die mittelalterlichen, christfundamentalistischen Neocon am Ruder waren, ist ihnen diese Weisungsmacht abhanden gekommen und Deutschland hat einen Weg der Emanzipierung eingeschlagen.
Jetzt, wo man sich mit den selben Figuren und Charakteren im Osten konfrontiert sieht, wird diese Hinwendung nach Osten wieder zur Abwendung. Nie und nimmer wird die europäische Bevölkerung eine Achse mit christfundamentalistischen Imperialisten eingehen wollen, egal, ob die im Westen oder Osten wüten. Das kann man glatt vergessen. Wie gesagt, die lauten Stimmen in einigen Internetforen sind kein Gradmesser für die allgemeine Stimmung.

Darauf hat "Wladimir der Große" auch hingewiesen, als er sinngemäß
davon sprach: Mit den Europäern braucht man nicht mehr zu verhandeln - die
Entscheidungen werden eh in den USA getroffen.

Ja, und das ist zu einem beachtlichen Teil das Verdienst von Seinesgleichen. Die Neocon im Westen freut's! Ob das wohl deren Plan war?

Fazit: Wer sich verhält oder verhalten muß, hat TOTAL FERTIG!

allerbeste Grüße in die Schweizer Berge,
nereus

Beste Grüsse zurück!

Zara


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