Jein
Hallo Diego!
Im Detail natürlich nicht, aber im großen Szenario eigentlich schon.
Es gäbe so viel dazu zu sagen, daß ich mich auf eine sehr geraffte Darstellung beschränken muß, die notwendigerweise Fragen offen läßt.
Wenn wir das politische Umfeld und die Abhängigkeiten Deutschlands zur Kenntnis nehmen, dann dürften Strafaktionen für unbotmäßiges Verhalten ein wichtiges und brisantes Thema sein.
Schon die NSU-Affäre offenbart das Gemengenlage und beweist stringent, daß hier Kräfte am Wirken sind, die sich einer innerstaatlich kontrollierten Bekämpfung entgegen setzen.
Im Buch über „Der Doppelmord an Uwe Barschel“ wurde u.a. darauf eingegangen, daß mindestens zwei Geheimdienste in Deutschland schalten und walten können, wie sie möchten. Deren Mitarbeiter dürfte ganz sicher auch aus einheimischem Personal bestehen, ohne das jetzt weiter zu vertiefen.
Wenn wir nun zur Kenntnis nehmen, daß der BND unter der Führung der Amerikaner aufgebaut wurde, dann ist die Linie dieses Geheimdienstes eindeutig. Er operiert nicht für deutsche, sondern für die Interessen der USA und anderer Gruppen, welche meinen die Welt nach ihrem Gusto „gestalten“ zu können!
Wer das nicht verstanden hat oder verstehen will, hat überhaupt nichts verstanden und jede weitere Diskussion ist überflüssig.
Wenn wir nun darüber hinaus Rückschau halten auf „Top-Ereignisse“, wie die Ermordung führender Persönlichkeiten dieses Landes ..
- Generalbundesanwalt Siegfried Buback
- BDA-Chef Hanns Martin Schleyer
- Ministerpräsident Uwe Barschel
- DeuBa-Chef Alfred Herrhausen
- Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder usw.
.. und den Unwillen von Politik, Justiz und Polizei diese Morde aufzuklären, dann muß jedem Normalverbraucher einleuchten, daß WIR hier nicht Herr im Hause sind und daß auch unserer gewählten Vertreter an einer unsichtbaren Leine hängen.
Alle Obengenannten vertraten auf ihre EHRLICHE Art die Interessen dieses Landes und mußten deshalb sterben.
Da nun, aus diversen Gründen, nicht jedesmal ein Führungskopf „kalt“ gestellt werden kann, greift man eben auch zu anderen Mitteln um ggf. unwilligen Entscheidern ihre Grenzen aufzuzeigen.
Die Kalkulation ist eiskalt – denn sie wird unter Kriegsbedingungen errechnet.
Daher ist es unterm Strich egal, ob Zivilisten dabei sterben, denn die sterben im Krieg schließlich auch.
Diese Botschaften – die natürlich dosiert verabreicht werden müssen - überall und auf jede Art und Weise Schrecken zu verbreiten, frißt sich in die Psyche der demokratisch legitimierten Akteure und formt so auf lange Sicht eine Marionetten-Truppe, die beliebig steuerbar ist.
Ich schrieb schon ein paar Wochen oder Monate nach Erfurt, daß es nur einen Weg gibt, diesen Fluch zu beenden.
Die Erfurter hätten sich in 100.000 Mann Stärke vor dem Sitz der Landesregierung aufstellen und lautstark Ermittlungen fordern müssen.
Ein paar Scheiben hätten sehr wohl auch dabei zu Bruch gehen können.
Nur der gewaltige Druck der Straße könnte die Saugnäpfe dieses schrecklichen Kraken gezielt durchtrennen.
Das auch die Justiz etwas bewegen könnte, beweisen die mutigen Staatsanwälte in Italien.
Aber die Führungskräfte dieses Landes sind weitestgehend verkommen und feige und daher wird sich auch nicht viel ändern.
Zum Schluß noch zu den „roten Heringen“.
Junge Männer kann man motivieren, da sie künftig noch was „reißen“ wollen.
Über ihre z.T. unsichere Lebensplanung wird das Netz einer attraktiven Alternative geworfen, die zunächst nichts mit dem späteren Mordkommando zu tun hat, aber schon mal die Richtung vorgibt.
Gleichzeitig werden andere Wege gezielt verbaut, um die neue Richtung festzuzurren.
Ein Schulverweis ist eine Katastrophe, aber eine parallel gezielt laufende und angebotene Alternative (Polizeidienst, Bundeswehr o.ä.) weist einen neuen Weg.
Da die Opfer diese Doppelnatur des Geschehens nicht durchschauen – wie sollten sie das auch – legen sie schließlich selbst die tödlichen Spuren, wie Waffenkauf, Schule schwänzen, Termintreue bezüglich des geplanten Ablaufs.
Was soll ihnen auch passieren, schließlich haben sie mächtige Freunde.
Wenn der Oberschüler den Waffenverkäufer in Erfurt mit einem Anruf beim Ordnungsamt zum Verkauf der Waffe überreden konnte, spricht das doch Bände!
Oder warum sollte sich Robert Steinhäuser für Osama Bin Laden interessieren und den SPIEGEL lesen? Das hat seine Mutter berichtet und das hat kein Schwein interessiert.
Des Rätsel wahrscheinliche Lösung!
Nicht weil er ein Massaker plante, sondern weil er sich mit dem Terror-Problem auseinandersetzen sollte, was klar auf eine berufliche Richtung hindeutet.
Auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr müssen in dieser Richtung „garniert“ werden, schließlich muß man ja wissen, mit wem man es zu tun bekommt.
Da liegt auch der Waffengebrauch mehr als nahe.
Auch wenn sich hier einige Leser an den Kopf fassen werden.
Ich bin fest davon überzeugt, daß auch aktuell einige Probanden entsprechend „bearbeitet“ werden, um sie bei Bedarf in Einsatz zu bringen.
Die Doppel-Uwes haben sich über Jahre ein schönes Leben auf Staatskosten gemacht, nur wußten sie nicht, was sie später dafür bezahlen müssen.
Irgendwann haben sie es in Bruchteilen von Sekunden erfahren.
Wie das genau bei Tim Kretschmer verlief, kann ich nicht sagen, da ich da zu wenig im Fall drin stecke. Möglicherweise wurde er auch überhaupt nicht bis sehr wenig extern bearbeitet. Dazu müßte man die letzten Monate seines Lebens recherchieren.
Dennoch hoffe ich, daß ich mich halbwegs verständlich machen konnte.
mfG
nereus