Nichts Genaues weiß man nicht

nereus, Montag, 27.04.2015, 17:07 (vor 3915 Tagen) @ Griba4547 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 27.04.2015, 17:11

Hallo Griba!

Nein, es war keine Dummheit – es war eindeutig Vertuschung auf höhere Ebene.

Von wem die Strafaktion ausging, bleibt Spekulation.
Ich habe eine Vermutung, werde diese aber nur sehr allgemein formulieren, weil sonst wieder die „Akteure“ auf den Plan treten. [[zwinker]]

Die Massenmord geschah 7 Monate nach 9/11.
Dieses Ereignis sollte die Welt verändern in sehr vieler Hinsicht.
Doch die Regierung Schröder setzte z.T. neue außenpolitische Akzente.

Mit dem Machtwechsel vom September 1998 gelangte die Generation der Nachfolge-68er in die Leitungsinstitutionen der Bundesrepublik. Erstmals wurden mit SPD und Grünen zwei Parteien zusammen neu ins Amt gewählt, traten Spitzenpolitiker mit nur geringer internationaler Erfahrung an. "Aufbruch und Erneuerung" markierten die Programmatik, wobei sich rhetorische Kontinuität und praktischer Wandel außenpolitisch neu mischten: Ausbau der transatlantischen Partnerschaft und der Beziehungen nach Mittel- und Osteuropa - insbesondere mit Russland - sowie Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union (EU) verwiesen auf realpolitischen Anpassungsdruck. Andererseits justierte die Regierung unter Gerhard Schröder den außenpolitischen Kompass mit Blick auf die globalen Fragen wie Umweltpolitik und Entwicklungshilfe neu und betonte Multilateralismus, Zivilisierung und Verrechtlichung der internationalen Beziehungen. Vor allem rückte die Nord-Süd-Dimension ins Zentrum, verbunden mit der Akzentuierung von aktiver Menschenrechtspolitik, Rüstungskontrolle und restriktiver Rüstungsexportpolitik.
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Die Gründe für das Auseinanderdriften zwischen Washington und Berlin liegen nicht nur in der gegensätzlichen Bewertung der Bedrohung durch den Irak. Die Differenzen kündigten sich schon in den neunziger Jahren an, doch erst die weltanschaulich-politische Machtverschiebung in Deutschland nach "links" und in den USA unter Bush nach "rechts" ließen diplomatische Kompromisse, wie sie noch zwischen Bill Clinton und Kohl oder Clinton und Schröder möglich waren, nicht mehr zu.
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Bedenken gegenüber US-amerikanischen Präventivplänen sind von der Bundesregierung Schröder/Fischer beherzt artikuliert worden.
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Doch die deutschen Argumente wurden undiplomatisch formuliert. Weil die Regierung Bush als Kriegstreiber hinstellte, war Deutschland am Ende völlig isoliert und geschwächt.

Quelle: http://www.bpb.de/apuz/26588/die-aussenpolitik-der-regierung-schroeder-fischer-zwischen...

Der Dunstkreis aus dem die vermutlichen Auftraggeber kommen, dürfte im obigen Text verborgen sein.
Mit Kriegsunterstützung oder Rüstungsgeschäften verhält es sich nun einmal anders als mit der Beschaffung von Kakao oder Schweinebäuchen. [[sauer]]

Die Kampagne gegen die Waffen-Lobby dürfte lediglich eine falsch gelegte Spur gewesen sein, welche man den "Truthern" zum Fraß vorwarf.
Wenn man das Eine aktiv ins Blickfeld schiebt, gerät das Andere eben außer Sicht.

mfG
nereus


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