Quintessenz der Kommentare

helmut-1, Siebenbürgen, Montag, 27.04.2015, 23:17 (vor 3971 Tagen) @ helmut-12641 Views

Ich sehe schon, dass ich da nicht so falsch liege.
Nachdem ich mich mit den verschiedenen Aspekten dieses Völkerwanderungsproblems (das ist es ja mittlerweile, nicht nur ein Asylantenproblem) auseinandergesetzt und keine Patentlösung entdeckt habe, wie man der Sache beikommen kann, - ist ja eine Aufsplittung in die verschiedenen Themenbereiche vielleicht von Vorteil.

Klar gehts erst mal um das Verursacherprinzip. Daher kam auch die Idee zu meinem Vorschlag. Um nachhaltig dafür zu sorgen, dass diese Flüchtlingströme nicht noch mehr werden, muß man den Grund dafür an der Wurzel bekämpfen. Das sind nun mal der oder die Staaten, die in andere Staaten einmarschieren oder diese bekriegen, - auf Gehemdienstbasis oder durch das Militär – mit dem Zweck, das Regime zu stürzen.

Ein paar jubeln dadurch vielleicht, - aber der weitaus größeren Mehrheit eines jedes Volkes wird dadurch der Boden unter den Füßen weggezogen. Genau das endet letzten Endes dann in der Massenflucht, oder der Vertreibung, oder der politischen Verfolgung verschiedener Gruppen, oder einfach nur in dem Fakt, dass unter diesen Umständen kein Mensch mehr vernünftig dort leben kann.

Das Grundübel ist zumeist die Sicherung der Rohstoffe für die Industrieländer, die zumeist in Form von Bodenschätzen bestehen. Natürlich werden dabei auch die Hyänen eingesetzt, die sich bei den Regimen, die der entsprechenden Industrienation „genehm“ sind, einnisten. Nigeria ist da ein gutes Beispiel. Dort allerdings, wo das Regime das ablehnt, wird dann die vorgeschobene Demokratie hingebracht, um das Regime gegen ein „höriges“ auszutauschen.

Das funktioniert bei den Arabern, bei den Afrikanern, aber auch in Osteuropa. An der Ukraine kann man das erkennen, - aber auch an den angrenzenden Staaten, wo der Westen bereits zu zündeln beginnt. Z.B. die Moldawische Republik, dabei insbesonders Transnistrien, Georgien, usw. Man könnte noch weiter aufzählen.

Fazit: Kein Staat hat das Recht, mit irgendeinem Vorwand irgendein Land zu destabilisieren, - direkt oder indirekt. So eine Grundregel müßte eigentlich von der UNO ausgehen und von dieser Organisation in die Tat umgesetzt und überwacht werden.

Für mich ist eines klar: Wenn ein Volk mit seiner Führung nicht (oder nicht mehr) einverstanden ist, dann wird genau dieses Volk ohne Einmischung von außen dafür sorgen, dass die Führung durch eine andere ersetzt wird. Wenn es das nicht tut, oder dazu nicht in der Lage ist, bringt es gar nichts, dann von außen nachzuhelfen. Dann ist eben das Volk noch nicht reif für den Wechsel.

Einem Volk, das nicht reif für einen bestimmten politischen Vorgang ist (Wechsel, Demokratisierung, etc.), dazu von außen zu verhelfen, ist das Schlechteste, was man einem Volk antun kann. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass dann der Schuß immer nach hinten losgeht.

Auch in Rumänien war es nicht anders. Ein Artikel, der über ein Jahr alt ist, beschreibt das treffend:
http://lupocattivoblog.com/2014/02/17/rumanien-vor-dem-abgrund/
Das Einzige, was nicht stimmt, ist die Zahl im letzten Absatz. Mittlerweile sind es über 120 Milliarden € Auslandsschulden.
Der Effekt: Viele weinen heute dem verhaßten Tyrannen Ceaucescu nach, weil es damals doch besser war.

Also, - die Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich das Völkerwanderungsproblem nicht mehr ausweitet. Deshalb ist es nur recht und billig, dass sich diese Staaten, die sich in der Vergangenheit in andere Staaten eingemischt haben, nun mit diesen Folgen auseinandersetzen; - allen voran die USA.

Natürlich müssen im Anschluß daran, - oder sogar parallel dazu, die kommerziellen Aktivitäten der Großkonzerne so geändert werden, damit jeder Staat eine wirtschaftliche Grundlage erhält, mit seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten leben, - seine Bevölkerung ernähren zu können. Das geht nicht mit Methoden von Chevron oder Monsanto, - da müssen eben andere Spielregeln aufgestellt werden.

Natürlich betrifft das auch die Spielregeln der Geld-, Zins- und Währungspolitik, genauso die Spielregeln von IWF, EZB usw. Wenn ich in dem Buch von Peter König („Implosion“) blättere, wo er als Insider beschrieben hat, wie der IWF mit den Staaten der Dritten Welt, z.B. in Südamerika, umgeht, dann wundert es mich, dass es dort nicht schon längst gerumst hat.
„Leben und leben lassen“, - wer dieses Prinzip verletzt, dem sollte seine Basis entzogen werden. Wichtig aber wäre es, - so wie ich auch aus den Kommentaren ersehe- , dass wir offen und vehement das Ende dieser Hegemonialpolitik fordern, es bei jeder Gelegenheit öffentlich benennen.

Da steht natürlich als der am meisten zu kritisierende Staat die USA auf weiter Flur, - das läßt sich nicht ableugnen. Oder meint jemand, dass der Russe in die Krim einmarschiert wäre,wenn die Amis und (als deren langer Arm) die EU nicht vorher in der Ukraine gezündelt hätten?

Der Russe greift keinen anderen Staat an. Das hat er in der Vergangenheit nur ein Mal gemacht und sich eine blutige Nase geholt (Afghanistan). Aber das sogenannte Verteidigungsbündnis mit Namen NATO hat sich seit geraumer Zeit zu einem Angriffsbündnis zur Wahrung der Interessen der Industrienationen verändert.

Bin mal gespannt, ob sowas in aller Deutlichkeit mal bei einer der vielen Talkshows zur Sprache kommt. Vielleicht bei Günther Jauche, oder bei Meinbrett Illner. Aber da ist die Richtung zu sehr vorgegeben. Denke, dass die mittlerweile mit zeitversetztem „Life“ arbeiten, damit sie ein paar Minuten als Reserve vorher haben, um evtl. ganz böse Ideen vorher noch ausblenden zu können.


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